Recylex soll Schadensersatz an Mitarbeiter asbestbetroffener Unternehmen zahlen

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Das Arbeitsgericht in Lens hat am 14. Oktober die Recylex SA zu Schadensersatz in Höhe von insgesamt 213.000 Euro verurteilt. Damit wird Klagen auf Schadensersatz für sogenannte Angstschäden recht gegeben, die ehemalige, nicht-geschützte Arbeitnehmer von Metaleurop Nord SAS eingereicht hatten. Die Entschädigungsklagen von 39 weiteren ehemaligen nicht-Führungskräften der Metaleurop Nord SAS wurden für die Sitzung des Arbeitsgerichts in Lens auf den 7. Februar 2017 festgelegt.

Diese Verfahren stehen im Zusammenhang mit der Eintragung des Standorts Metaleurop Nord in Noyelles-Godault auf der Liste der asbestbetroffenen Unternehmen, aus der sich ein Anspruch auf die Vorruhestandsrente der Asbest ausgesetzten Arbeitnehmer für den Zeitraum vom 1. Januar 1962 bis 31. Dezember 1989 ergibt. Dieses Urteil fällte am 21. Juli 2015 das Berufungsgericht für Verwaltungssachen in Douai.

Recylex SA ist über diese Verurteilungen sehr überrascht und ficht die Klassierung an. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine Kassationsbeschwerde beim Staatsrat gegen das vom Berufungsgericht von Douai für Verwaltungssachen gefällte Urteil sowie eine Nichtigkeitsklage gegen einen interministeriellen Erlass vom 2. März 2016 eingereicht, der in Ausübung dieses Urteils herausgegeben wurde. Am 27. Juni 2016 hatte der Staatsrat der Recylex SA recht gegeben und das Urteil vom 21. Juli aufgehoben. Der Fall an wurde an das Berufungsgericht für Verwaltungssachen verwiesen.

Quelle: Recylex SA