Millionen-Förderpaket für das Pilotprojekt in der Metal Eco City

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18 Galvanikbetriebe haben sich bereits in der Metal Eco City angesiedelt (Foto: ZhongDe Metal Group GmbH)

Stuttgart — Es wird der größte Galvanikpark Chinas – moderne Produktionsanlagen, Umwelttechnologie und qualifizierte Fachkräfte stehen im Mittelpunkt. Seit Ende 2012 wird in der Metal Eco City (MEC) in Jieyang ein Pilotmodell für ganz China aufgebaut. Ziel ist es, anfallende Abwasser der Galvanikindustrie zu reduzieren und vollständig zu recyceln. Jieyang gilt als Metall-Mekka Chinas – mehr als 7.000 Unternehmen mit 400.000 Mitarbeitern sind in der Branche tätig. Die Umweltbelastung durch die Galvanikindustrie ist in China ein beachtetes Thema – am Jieyanger Modell soll aufgezeigt werden, wie sich die Galvanikproduktion zu einem „grünen“ Industriezweig entwickeln kann.

Um den Galvanikpark in der MEC weiter voranzutreiben, hat die Stadtregierung Jieyang jetzt ein umfassendes Förderpaket über mehrere Millionen RMB verabschiedet. Der Galvanikpark entsteht in zwei Stufen, dies auf einer Fläche von 530.000 Quadratmetern. Phase 1 umfasst elf Gebäude mit 43 geplanten Galvanikbetrieben und einer zentralen Abwasseranlage. 18 Galvanikbetriebe sind bereits angesiedelt. Start der Phase 2 ist für 2017 geplant. Bei der Entwicklung des Parks setzt man vor allem auf deutsches Know-how.

Ziel ist es, die galvanischen Abwässer so zu reinigen, dass sie keine Belastung für die Umwelt darstellen (Foto: ZhongDe Metal Group GmbH)
Ziel ist es, die galvanischen Abwässer so zu reinigen, dass sie keine Belastung für die Umwelt darstellen (Foto: ZhongDe Metal Group GmbH)

Der Maßnahmenkatalog im Überblick:
Das Abwasserbehandlungszentrum wird ab 2017 für fünf Jahre jährlich mit bis zu 20 Millionen RMB bezuschusst. Galvanik-Unternehmen, die eine Transformation anstreben und sich in der Metal Eco City ansiedeln, erhalten Zuschüsse bei der Erneuerung von Maschinen und Technologien sowie fünf Jahre Mietförderung für ihre Produktionsstätten. 80 Prozent in den ersten drei Jahren, 50 Prozent in den Folgejahren. Die Miete für die Unterkünfte der Mitarbeiter wird komplett übernommen.

In der MEC wird ein Fort- und Ausbildungszentrum für Fachkräfte der Galvanikindustrie entstehen – jeder Mitarbeiter kann dort zweimal im Jahr kostenlose Ausbildungskurse durchlaufen. Mitarbeiter, die sich durch besondere Leistung auszeichnen, erhalten eine Gratifikation.

Vier Millionen RMB fließen in den Bereich „Forschung & Entwicklung“. Eine Million RMB jährlich in den Aufbau eines Innovationszentrums, zwei Millionen  in ein Kompetenzzentrum für Experten der Galvanikproduktion. Das Galvanikzentrum soll dadurch in den kommenden Jahren auf eine internationale Plattform gehoben werden.

Eine Million RMB jährlich werden in das Erstellen von Qualitätsstandards investiert. Da es in China bislang noch keinen Standard für Galvanotechnik gibt, wird in der MEC eine Prüfstelle für galvanische Produkte etabliert, darüber hinaus werden Qualitätskriterien für einen „Null-Emissions-Standard“ definiert. Es wird ein Büro für Qualitäts- und Sicherheitsmanagement aufgebaut, das unter anderem Mitarbeiter der Galvanikindustrie ausbildet und schult.
Mit 500.000 RMB jährlich bezuschusst die Stadtregierung Jieyang den Aufbau eines Service-Zentrums für Galvanotechnik – Ingenieure werden hier technische Beratung für Unternehmen der MEC anbieten. Die Wohnungsmiete der Ingenieure wird ebenfalls komplett übernommen.
Kooperationen zu Galvanikunternehmen aus der „Pearl River Delta Economic Zone“, der »Yangtze River Delta Economic Zone“ und zu deutschen Unternehmen werden angestrebt, um gemeinsam neue Projekte anzustoßen. Einmal im Jahr wird die gebündelte Kompetenz aus innovativen Technologien und Anlagen, Experten und Institutionen der Galvanikbranche bei einer Konferenz in Jieyang zusammenkommen.

Weitere Informationen unter www.metal-eco-city.com.

Quelle: ZhongDe Metal Group GmbH