ISTE beglückwünscht Bauschuttrecycling-Pionier Walter Feess zum Umweltpreis

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Bauschutt-Recycling bedeutet Ressourcenschonung (Foto: ISTE)

Ostfildern — Walter Feess: Vor wenigen Tagen erst erhielt er aus der Hand des baden-württembergischen Umweltministers die Urkunde, die seine Arbeit und die Heinrich Feess GmbH & Co KG aus Kirchheim/Teck als „vorbildlich ressourceneffizient“ lobt. Er arbeitet seit vielen Jahren mit seinem Erdbauunternehmen an der Entwicklung und Weiterentwicklung moderner Methoden des Bauschuttrecyclings.

Er gilt bundesweit in der Branche als Unternehmer, der vorbildlich ökologisch sinnvolle Teilbereiche der Kreislaufwirtschaft in ökonomisch realistische Techniken umsetzt. Das in seinem Betrieb weiterentwickelte Verfahren zur Aufbereitung von Bauabfällen und zum Trennen und Waschen von Boden- / Bauschuttgemischen ist besonders ressourcenschonend. Damit lassen sich bedeutende Mengen einer Wiederverwertung zuführen. Primärrohstoff-Ressourcen werden auf diese Weise geschont, Deponien entlastet.

Der Präsident des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE), Peter Röhm: „Unser Verband ist stolz, einen solchen Unternehmer in seinen Reihen zu haben. Man kann die Auszeichnung Walter Feess‘ mit dem Deutschen Umweltpreis gar nicht hoch genug schätzen. Mit dieser Entscheidung rückt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mehr als einen einzelnen Unternehmer mit dessen vorbildlichem Betrieb in den Blick. Damit macht sie auf den größten Massenstrom überhaupt aufmerksam: den der mineralischen Bau- und Abbruchabfälle. Und sie zeigt: Die Steine und Erden-Branche sucht nach Lösungen und gibt Antworten auf umweltpolitische Probleme und Fragen! Wir beglückwünschen unser Mitglied Walter Feess ganz herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung!“

ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger schließt sich diesen Glückwünschen an: „Walter Feess verfolgt seit vielen Jahren mit Eifer und unbeirrbar den Weg einer Kreislaufwirtschaft in unserer Branche. Auch Rückschläge haben ihn nicht aufgehalten. Die hochwertige Wiederverwendung von Recyclingbaustoffen liegt ihm besonders am Herzen. Feess war schon 2004 Gründungsmitglied des Qualitätssicherungssystems Recycling-Baustoffe e.V. (QRB). Heute ist er ein glühender Verfechter von Recycling-Beton. R-Beton ist zwar nicht das Allheilmittel zur Steigerung der Recyclingquoten; hier gilt es noch viel zu forschen und zu entwickeln und politische Wünsche mit der praktisch-technischen Realität vereinbar zu machen. Aber genau daran arbeitet Walter Feess, und deshalb ist er ein Pionier des Baustoff-Recyclings. Den Deutschen Umweltpreis hat er allemal verdient.“

Röhm und Beißwenger freuen sich außerdem, dass in diesem Jahr dieser bedeutendste deutsche Umweltpreis nicht in die High-Tech-Branche, sondern an ein Unternehmen der klassischen Wirtschaft geht: „Steine und Erden verwendet man seit Menschengedenken. Unsere Rohstoff-Industrie ist aber keineswegs von gestern, sondern sie ist hochmodern. Unsere Baustoffe müssen immer wieder technisch weiterentwickelt werden, um den sich wandelnden Anforderungen der Zeiten zu entsprechen. Heutzutage werden Themen wie Umwelt- und Naturschutz sowie Ressourcenschonung immer wichtger.“

Und sie betonen: „Gerade hier zeigt und bewährt sich die Vielfalt innerhalb des ISTE. Mitglieder in unserem Verband sind gleichermaßen Hersteller von Primärrohstoffen und Recyclingexperten. Die einen versuchen, ressourcenschonend abzubauen, die anderen entwickeln Zukunftstechnologien der Kreislaufwirtschaft. Immer geht es heute dabei um Umweltschutz. Fakt ist aber auch: selbst wenn wir 100 Prozent der gebrauchten Steine wiederverwenden (derzeit stehen wir bei 90 Prozent), können wir damit nur 10 Prozent des Primärrohstoffbedarfs decken, weil wir deutlich mehr bauen als wir abreißen. Verbrauchsnahe und dezentrale Rohstoffversorgung ist deshalb auch künftig unersetzbar.“

Quelle: Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V.