Bundesverband Altöl: Hochwertiges Altölrecycling bietet noch Potential

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Quelle: BVA

Berlin — Das Thema „Weiterentwicklung des Altölrecyclings“ stand im Zentrum von Jahrestagung und anschließendem Workshop des Bundesverbandes Altöl e.V. (BVA) am 7. Oktober in Braunschweig. Dazu sprach BVA-Präsident Detlev Bruhnke über die Situation der Branche, die Entwicklung des Marktumfelds und die Umsetzung technischer Modernisierungen in den Anlagen.

Im öffentlichen Workshop der Tagung berichtete der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft und Ressourcenschutz des Bundesumweltministeriums, Helge Wendenburg, über den aktuellen Stand der kreislaufwirtschaftspolitischen Vorhaben der Bundesregierung. Bei der anschließenden Diskussion, die etwa 50 Teilnehmer aufmerksam verfolgten, standen die Zukunft der Schmierstoffnachfrage und die diesbezügliche Bedeutung der Elektromobilität im Mittelpunkt.

Christian Hartmann, Präsident des G.E.I.R. (Groupement Européen de l’Industrie de la Regeneration), referierte die Vorschläge der europäischen Vereinigung der Altölrecycler für die Definition von spezifischen Sammel- und Recyclingzielen bis 2020 und 2025. In diesem Zusammenhang kritisierte er den Vorstoß der Bundesregierung, die einheitlichen Quotenvorgaben aufschieben bzw. aussetzen zu wollen.

Für den BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser und Rohstoffwirtschaft e.V. ging Matthias Heinen auf das „Branchenbild der Kreislaufwirtschaft“ ein. Diese umfassende volkswirtschaftlichen Analyse, die im Mai 2016 erschien, stellt die ökologische und ökonomische Bedeutung der Branche über alle Wertschöpfungsstufen hinweg dar.

Die Jahrestagung war die erste seit der Vertiefung der politischen und administrativen Unterstützung des BVA-Vorstands durch den BDE. In der Mitgliederversammlung ging BVA-Präsident Detlev Bruhnke darauf ein: „Der BVA bleibt die Plattform für den Austausch der Branche. Die Vertiefung der Kooperation mit dem BDE seit Mai diesen Jahres stellt das hohe Niveau des Mitgliederservice sicher und erhöht unsere politische Schlagkraft zur Weiterentwicklung des Altölrecyclings. Das niedrige Preisniveau von Rohöl und Mineralölprodukten sowie die mangelhafte und teils sehr unterschiedliche Vollzugspraxis der Länder bleiben die zentralen Herausforderungen.“

Quelle: Bundesverband Altöl e.V. (BVA)