Nachhaltige Alternative: CEPI Eurokraft setzt auf Tragetaschen aus Papier

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Tragetüten aus Kraftpapier (Foto: CEPI Eurokraft)

Stockholm, Schweden — Im Juli trat die freiwillige Vereinbarung zwischen der deutschen Bundesumweltministerin und dem Handelsverband Deutschland über die kostenpflichtige Abgabe von Tragetaschen in Kraft. Ziel ist es, den Plastiktütenverbrauch in den Mitgliedsstaaten zu senken. Warum Papier-Tragetaschen die nachhaltigere Alternative sind, erklärt CEPI Eurokraft, der europäische Verband für Hersteller von Kraftpapier für die Verpackungsindustrie.

„Unser Ziel ist es, mit Informationskampagnen das Umweltbewusstsein der Verbraucher zu erhöhen“, erklärt Elin Floresjö, Generalsekretärin von CEPI Eurokraft. Durch Handlungsempfehlungen und das Aufzeigen der Auswirkungen von verschiedenen Verpackungsmaterialien auf die Umwelt will der Verband Konsumenten ermöglichen, die jeweils nachhaltigste Alternative zu wählen.

„Die Vereinbarung zur kostenpflichtigen Abgabe von Tragetaschen ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn die dadurch erhoffte häufige Wiederverwendung von Tragetaschen ist ideal“, so Floresjö. „Bei dem heutigen Lebensstil ist es allerdings schwierig, ständig eine Tasche bei sich zu haben. Daher werden immer Tüten benötigt, um Einkäufe – ob Lebensmittel, Textilien oder andere Waren – nach Hause zu transportieren. Verbraucher können mit der Wahl einer Papiertüte einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten.“

Tragetaschen aus Papier haben verschiedene Vorteile in punkto Umweltverträglichkeit, insbesondere, wenn sie aus Kraftpapier gefertigt werden. Sie sind aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, sollen wiederverwertbar und biologisch abbaubar sein und werden nachhaltig produziert. Darüber hinaus sind Papiertüten stabil, und der Inhalt wird durch ihre Festigkeit bestens geschützt.

Die 2015 vom schwedischen Umweltforschungsinstitut IVL erstellte Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse) zeigt, dass Papier über deutlich bessere Klimaeigenschaften (Global Warming Potential) verfügt als Kunststoff. Sollten Papiertragetaschen in die Umwelt gelangen, können sie keinen größeren Schaden anrichten, da sie sich im Wald oder im Meer innerhalb kürzester Zeit zersetzen.

Die freiwillige Vereinbarung zwischen der deutschen Bundesumweltministerin und dem Handelsverband Deutschland (HDE) über die kostenpflichtige Abgabe von Tragetaschen sieht eine Abgabe von fünf bis 50 Cent pro Tragetasche vor – bei größeren und dickeren Tüten sogar von einem Euro. Sie wurde durch den im Jahr 2015 gefassten Beschluss der EU initiiert, mit dem Ziel, den Verbrauch von dünnen Plastiktüten in den Mitgliedsstaaten drastisch zu reduzieren.

Weitere Informationen sind auf der Website von CEPI Eurokraft zu finden.

Quelle: CEPI Eurokraft