SuperDrecksKëscht zeichnet innovative „Produktpotential“-Abfallverwerter aus

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Überreichung der ersten Produktpotenzial-Zertifikate an Rückproduzenten (Foto: SuperDrecksKëscht)

Colmar-Berg, Luxemburg — Mit der „Produktpotenzial“-Berechnung hat die in Luxemburg ansässige SuperDrecksKëscht® ein Konzept entwickelt, das dem Ressourceneffizienz-Gedanken vollständig Rechnung trägt. Das nach der Norm ISO 14024 zertifizierte Instrument erlaubt es, die Verwertungs- bzw. Beseitigungsverfahren beim Verwerter/Rückproduzenten im Hinblick auf Ressourceneffizienz zu prüfen und zu bewerten.

Mit dem Konzept „Produktpotenzial“ hat die SuperDrecksKescht ein Instrument geschaffen, das Luxemburg weltweit eine führende Rolle bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft gibt. Dabei benutzt die SuperDrecksKëscht® statt dem Ausdruck Recycling den Begriff Rückproduktion. Traditionell werden Recyclinganlagen anhand von Recycling- und Verwertungsquoten bewertet. Bei dieser Vorgehensweise werden ausschließlich die Input-Ströme berücksichtigt, also das was z.B. durch die Sammlung im Recyclingcenter oder in Betrieben bei den Recyclingunternehmen ankommt. Verunreinigungen und Fehlwürfe bleiben hier unberücksichtigt, weshalb in der Regel Verwertungsquoten von über 90 Prozent angegeben werden.

Ausschliesslich am Output orientiert

Die „Produktpotenzial“-Berechnung der SuperDrecksKëscht® orientiert sich hingegen ausschliesslich am Output, also an dem, was beim Rückproduktions-Prozess am Ende tatsächlich an neuen Rohstoffen entsteht. Somit wurde ein Ressourcenindikator geschaffen, der die Rückproduktionsanlagen in die Lage versetzt, die effektiven Mengen an rückgewonnenen Rohstoffen sowie des energetisch genutzten Anteils aufzuzeigen. Damit wird das Ressourcenpotential zur Einsparung von Primärressourcen auch für den Konsumenten anschaulich gemacht.

Diese Veranschaulichung erfolgt mit den gewohnten Ampelfarben: grün steht für das angestrebte Rohstoffpotential – den Wiedereinsatz oder die Rückgewinnung neuer Rohstoffe -, gelb für energetische Verwertung und rot für Deponierung, thermische Zerstörung oder Verluste.

Nach der Norm ISO 14024 zertifiziert

Verwerter/Rückproduzenten können für ihre Prozesse ausgezeichnet werden, wenn die nach der Norm ISO 14024 zertifizierten „Produktpotenzial“-Vorgaben der SuperDrecksKëscht® sowie weitere Prüfkriterien erfüllt sind. Grundvoraussetzung einer Zertifizierung ist selbstverständlich das Vorhandensein sämtlicher notwendiger Genehmigungen, absolute Transparenz in den Stoffströmen sowie ein sauberer und ordentlicher Betrieb.

Die SuperDrecksKëscht® hat das innovative Konzept „Produktpotenzial“ inklusive Bewertung und Zertifizierung der Recyclingprozesse vor Kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Luxemburger Umweltministerin Carole Dieschbourg überreichte anschliessend die ersten „Produktpotenzial“-Zertifikate an Produktempfänger aus dem In- und Ausland.

Zu den ausgezeichneten Produktempfängern gehören:

  • SEG Umweltservice GmbH, Deutschland-Mettlach (Kühlgeräte)
  • Hein Déchets, L-Bech-Kleinmacher (landwirtschaftliche Folien)
  • Soreplastic SA. Presta Cylinders sàrl, B-Kleinbettingen (gebrauchte Gasflaschen)
  • Indaver, B-Antwerpen (Lampen)
  • de Neef Chemical Processing, B-Heist-op-Berg ( Lösungsmittel)
  • Nehlsen, Deutschland-Bremen (Farben-Lacke und Schadstoffverpackungen)
  • Clover Environmental Solutions, Deutschland-Ettenheim (Tonerkartuschen und Tintenpatronen)
  • LRD Löschmittel-Recycling und Umweltdienste, Deutschland-Harsefeld ( Feuerlöscher)
  • Südöl, Deutschland-Eislingen/Fils (Altöl)
  • Schirra, Deutschland-Wadern-Lockweiler (Altöl)

Sämtliche ausgezeichneten Produktempfänger sind mit ihren Verfahren Vorreiter im Hinblick auf die Umsetzung der Circularökonomie, indem sie, nach dem Stand der Technik, eine optimale Ausbeute an Rohstoffen aus den Abfällen (= Altprodukten) erzielen.

Weitere Informationen zum „Produktpotenzial“ sind unter der neuen Internetseite productpotentials.com erhältlich.

Quelle: SuperDrecksKëscht