Ressourcenuniversitäten etablieren globales Rohstoff-Kompetenzzentrum

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Das Präsidium des Kompetenzzentrums (v.l.): K.-D. Barbknecht, W. S. Litwinenko und W. Eichlseder (Foto: Montanuniversität)

Leoben, Österreich — Die Rektoren der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit haben anlässlich ihrer Konferenz Ende September in St. Peterburg die Einrichtung und Beantragung eines UNESCO-Kompetenzzentrums für die Ausbildung im Bergbausektor beschlossen. Das Präsidium für die Leitung dieses Vorhabens besteht aus den Rektoren der Bergbau-Universitäten in St. Petersburg, Freiberg und Leoben. Sie werden von weiteren zehn Rektoren aus allen Erdteilen unterstützt.

„In unserem neu etablierten Kompetenzzentrum können wir die universitäre Ausbildung im Rohstoffbereich auf sehr hohem Niveau vorantreiben und weltweite Standards setzen“, erklären die Rektoren Prof. Wladimir Stefanowitsch Litwinenko (Gorniy Universität, St. Petersburg), Prof. Klaus-Dieter Barbknecht (TU Bergakademie Freiberg) und Prof. Wilfried Eichlseder (Montanuniversität Leoben).

Zusammen wollen die Ressourcenuniversitäten die Hochschulausbildung von Ingenieuren im Bereich der Rohstoffförderung, -verarbeitung und -recycling fördern und zu einem einheitlichen Standard führen. „Der Bedarf an Rohstoffen ist im stetigen Steigen begriffen. Wir sind daher aufgefordert, unsere Ressourcen besser auszunützen, durch umweltfreundliche Gewinnung und Verarbeitung, durch optimierten Einsatz im Produkt oder durch Wiederverwendung“, erläutert Rektor Wilfried Eichlseder. Um diese neuen Herausforderungen lösen zu können, bedarf es weltweit fachkundiger Nachwuchskräfte. „Mit der Etablierung des Kompetenzzentrums hat das Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan“, ist der Montanuni-Rektor überzeugt.

„Die Mitwirkung im UNESCO-Kompetenzzentrum positioniert die Montanuniversität im internationalen Spitzenfeld weltweiter Ressourcenuniversitäten“, betont Peter Moser, Vizerektor für Infrastruktur und Internationale Beziehungen der Montanuniversität. „Damit wird auf der einen Seite den Studierenden der Montanuniversität eine hervorragende Möglichkeit zur erweiterten Teilnahme an internationalen Studienprogrammen geboten. Zum anderen wird damit auch der Zuzug erstklassiger internationaler Studierenden nach Leoben weiter vorangetrieben.“

Das Weltforum wurde 2012 von der TU Bergakademie Freiberg und der Bergbau-Universität St. Petersburg gegründet. 2016 ermöglicht es bereits zum fünften Mal den internationalen wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen etablierten Wissenschaftlern und zukünftigen Entscheidungsträgern.

Quelle: Montanuniversität Leoben