Cross-Cluster Projekt von Umweltcluster Bayern und MAI Carbon gestartet

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Das Projektteam MAI UCB möchte intelligente und nachhaltige Lösungen für die Verwertung und Entsorgung von carbonfaserhaltigen Reststoffen identifizieren und weiterentwickeln. Von links nach rechts: Anna-Lea Glocker (MAI Carbon), Denny Schüppel (MAI Carbon), Laura Jantz (Umweltcluster Bayern), Stephanie Schwarz (Umweltcluster Bayern), Daniela Ratzinger (Umweltcluster Bayern), Michelle Kraus (Umweltcluster Bayern) - Foto: Umweltcluster Bayern

Augsburg — Der Umweltcluster Bayern startet mit dem Spitzencluster MAI Carbon, einem Projekt des Carbon Composites e.V. (CCeV), ein Cross-Cluster Projekt zum Thema Entsorgung und Verwertung von kohlenstofffaserhaltigen Abfällen. Das Projekt verfolgt das Ziel, intelligente und nachhaltige Lösungen für die Verwertung und Entsorgung von carbonfaserhaltigen Reststoffen zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

Es soll dabei eine nachhaltige Basis geschaffen werden, die über die Laufzeit des Projektes hinweg Prozesse in Gang setzt, die die Verwertung von CFK weiterentwickeln und in Bayern verankern. Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) werden überall dort eingesetzt, wo Leichtigkeit und Stabilität eine wichtige Rolle spielen. Aufgrund ihres enormen Leichtbaupotenzials sind sie ein wichtiger Bestandteil verschiedenster Branchen, wie beispielsweise der Automobil -, Luft und Raumfahrtindustrie. Das Wachstum der Produktion führt jedoch auch zu einem Anstieg der Menge von carbonfaserhaltigen Abfällen. Es gibt bereits Ansätze für die Verwertung und Entsorgung von CFK, jedoch haben sich noch keine Verfahren am Markt etabliert. Daher besteht die Notwendigkeit, die existierenden Verfahren zu untersuchen, weiterzuentwickeln und gegebenenfalls neue Möglichkeiten der Entsorgung und Verwertung zu identifizieren. Der Schwerpunkt des Projektes liegt bei der Analyse von Herausforderungen und spezifischen Kompetenzen der Mitglieder und Partner des Umweltcluster Bayern und MAI Carbon. Das Projekt bündelt das Know-how zweier starker Netzwerke und leistet somit einen wesentlichen Beitrag, eine wichtige Herausforderung der Zukunft zu bewältigen und den Standort Bayern zu stärken. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert das Projekt.

Der Umweltcluster Bayern ist das Netzwerk der bayerischen Umweltwirtschaft und Wissenschaft. Die Arbeit des Netzwerks zielt auf die Stärkung und den Ausbau der Umwelttechnologie in Bayern durch Vernetzung, Information und Verstärkung der Kooperation. Der Umweltcluster Bayern bündelt die bayerischen Kompetenzen in den Bereichen Wasser- und Abwasser, Abfall & Recycling, Energie aus Abfällen und Biomasse, Luftreinhaltung, Ressourceneffizienz und Stoffstrommanagement. Der Umweltcluster unterstützt zudem bayerische Unternehmen beim Schritt in internationale Umwelttechnologie-Märkte.

MAI Carbon ist einer von fünf Spitzenclustern, die 2012 in der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs zur Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) empfohlen wurden. Der Cluster im Städtedreieck München, Augsburg, Ingolstadt verfolgt das Ziel, die CFK-Technologie bis 2020 zur Großserienfähigkeit zu führen. Damit soll die insbesondere die bayerische Industrie gestärkt und der Innovationvorsprung vieler Unternehmen ausgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Sprunginnovationen entlang des kompletten Bauteil-Lebenszyklus erforderlich, d.h. ausgehend vom Faser- und Matrixmaterial über die Fertigung der Bauteile und Produktsysteme bis hin zu schlüssigen Recyclingkonzepten. Dafür hat MAI Carbon zahlreiche F&E Projekte initiiert, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette wirken.

Quelle: Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V.