ALBA-Studie: Ressourcenschutz-Potenziale durch konsequente Kreislaufführung

1388
Screenshot des Videofilms zu "resources Saved" (Quelle: ALBA Group)

Berlin — Die konsequente Kreislaufführung von Wertstoffen kann wesentlich dazu beitragen, die Rohstoff- wie auch die Energiewende weiter voranzutreiben. Das ist das Ergebnis einer neuen Ressourcenstudie des Fraunhofer-Instituts Umsicht im Auftrag der ALBA Group.

Danach sparte der Rohstoffversorger und Umweltdienstleister allein durch seine Recyclingaktivitäten im Jahr 2015 Treibhausgasemissionen in Höhe von 5,9 Millionen Tonnen ein. Dieselbe Menge klimaschädlicher Gase entspricht knapp vier Mal der Fläche des Stadtgebietes von Mexico City. Zugleich schonte die ALBA Group vergangenes Jahr rund 51,8 Millionen Tonnen Primärressourcen durch Kreislaufführung von rund 5,5 Millionen Tonnen Wertstoffen. Mit den geschonten Ressourcen ließen sich etwa 130 der weltweit größten Schüttgutfrachter füllen.

Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette

„Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass Kreislaufführung unentbehrlich ist, um die Ziele des Weltklimavertrags zu erreichen. Unser Recycling reduziert die Treibhausgasemissionen, zugleich ebnen wir damit Schritt für Schritt den Weg zu einer Zukunft ohne Abfall“, macht Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender ALBA Group plc & Co. KG, deutlich. „Ebenso wichtig für uns: Die Schließung von Stoffkreisläufen reduziert die negativen sozialen und ökologischen Folgen des Ressourcenabbaus in den Herkunftsländern erheblich – wir übernehmen somit Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette.“

Neu in der aktuellen Untersuchung „resources SAVED by recycling“ des Fraunhofer-Instituts Umsicht: Neben den Metallen Aluminium, Kupfer und Stahl weisen die Wissenschaftler erstmals auch die unternehmensspezifische Ressourcenschonung durch das Recycling von Messing, Zink, Edelstahl und Blei aus. Damit trägt diese Studie der erweiterten Wertschöpfung auf den Schrottrecyclingplätzen der ALBA Group Rechnung.

Ein beachtliches Potenzial entdeckt

„Metalle spielen bei der Schonung natürlicher Ressourcen eine hervorgehobene Rolle. Ihre Primärgewinnung und Verarbeitung ist meist sehr ressourcenintensiv. Insofern ist es hochinteressant zu sehen, wie von uns zuvor noch nicht untersuchte Metalle abschneiden“, betont Dr.-Ing. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement Fraunhofer-Institut Umsicht. „Insbesondere bei Messing haben wir ein beachtliches Potenzial entdeckt: Allein das ALBA Group-Recycling von 48.000 Tonnen Messing führte zu einer Schonung von mehr als 5 Millionen Tonnen Primärressourcen. Erkenntnisse wie diese helfen dabei zu verstehen, welche Einflussgrößen es für den Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz noch gibt.“

Im Detail analysierte Fraunhofer Umsicht für die diesjährige Untersuchung das ALBA Group-Recycling der Stoffströme Aluminium, Kupfer, Stahl, Edelstahl, Blei, Zink, Messing, Elektroaltgeräte, Papier/Pappe/Karton, Glas, Leichtverpackungen, Kunststoffe und Holz auf ihre Umwelteffekte hin. Auch die mechanisch-physikalische Stabilisierung (MPS) zur Verwertung von Restabfällen ging in die Ergebnisse der Untersuchung ein.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie „resources SAVED by recycling“ sind auf dem ALBA Group- Informationsportal resources-saved.com zu finden.

Quelle: ALBA Group