Trotz Deckenabbruch: Schweizer Sonderabfalldeponie Heilbronn ist sicher

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Untertage (Foto: ©Bernd Kasper / http://www.pixelio.de)

Bern, Schweiz — Die Schweiz liefert jährlich rund 20.000 Tonnen Sondermüll zur Ablagerung in die Untertagedeponie Heilbronn. Nach einem Deckenabbruch im Deponiebereich des Salzbergwerks überprüften die Betreiber der Deponie den Langzeit-Sicherheitsnachweis. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat auf der Basis eines unabhängigen Gutachtens den Nachweis geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass die Langzeitsicherheit der Deponie grundsätzlich gewährleistet ist. Die im Gutachten erwähnten zusätzlichen Massnahmen werden umgesetzt.

In die Untertagedeponie Heilbronn werden vorwiegend Filteraschen aus Müllverbrennungsanlagen zur Entsorgung gebracht. Nach einem Deckenabbruch Anfang 2013 bescchloss die Südwestdeutsche Salzwerke AG (SWS), die die Untertagedeponie betreibt, den aus dem Jahr 1997 stammenden Langzeitsicherheitsnachweis zu hinterfragen und zu erneuern.

Das BAFU hat ein eigenes, unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben, in das auch die Resultate der Expertisen von SWS eingeflossen sind. Auf der Basis dieses Gutachtens der österreichischen Montanuniversität Leoben hat das BAFU den Langzeitsicherheitsnachweis geprüft. Es ist zum Schluss gekommen, dass die langfristige Sicherheit in der Untertagedeponie Heilbronn gewährleistet ist, wenn bestimmte Massnahmen getroffen werden. Die Massnahmen betreffen  Kammern in der Untertagedeponie, bei denen durch Messungen festgestellt wurde, dass sich die Salzschicht schneller senkt. Durch eine gezielte Verfüllung dieser Kammern kann die Senkungsrate verlangsamt werden. Der vorgesehene Verfüllplan wird im Gutachten als sicher beurteilt. Zudem sollen Messstellen, die sich in verfüllten Bereichen befinden, ersetzt werden. Die Messresultate werden neu halbjährlich statt jährlich ausgewertet.

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau von Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Freiburg hat mitgeteilt, dass die im Gutachten der Montanuniversität Leoben genannten Massnahmen umgesetzt werden. Die Details dafür werden zurzeit erarbeitet. Dabei werden auch Erkenntnisse aus den von der SWS in Auftrag gegebenen Expertisen berücksichtigt. Das BAFU rechnet damit, dass die entsprechende Genehmigung des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau von Baden-Württemberg bis Ende Juni 2014 vorliegen wird.

Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)