Kommunaler Kraftwerkspark: Weiterer Trend von Investitionen in Energiewende-Anlagen

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Biomasse-Kraftwerk (Foto: ©VKU)

Berlin — Die Investitionen kommunaler Unternehmen in den eigenen Kraftwerkspark bleiben das dritte Jahr in Folge unverändert. Das ergab die jährlich vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) durchgeführte Erzeugungsumfrage. 2015 haben die kommunalen Unternehmen 4,88 Milliarden Euro in die kommunale Energieerzeugung investiert (2014: 5,1 Mrd. Euro, 2013: 4,9 Mrd. Euro). Im Vergleich zu 2011 haben sich die Investitionen jedoch nahezu halbiert (8,6 Milliarden Euro).

Der Marktanteil kommunaler Energieerzeugung an der installierten Nettonennleistung ist 2015 auf knapp 24 Gigawatt (GW) oder 12,6 Prozent leicht gestiegen. Bezugsgröße ist die installierte Nettonennleistung in Deutschland mit rund 190 GW, die der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur 2015 ausweist.

„Die Zurückhaltung im Jahr 2015 geht auf den damaligen unsicheren politischen Rahmen zurück. Weder beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) oder dem Strommarktdesign hatte die Bundesregierung verlässliche Botschaften in den Markt gesendet“, erklärt VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. „Dringend benötigte Investitionen in den Umbau der Energiewirtschaft konnten so nicht getätigt werden.“

Die Investitionsstruktur zeigt: Dennoch hat sich der Trend von Investitionen in Energiewende-Anlagen (Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung) verstetigt, allerdings nur verhalten. „Im Bereich der erneuerbaren Energien beobachten wir eine deutliche Dynamik“, so Reiche. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der installierten Leistung kommunaler Unternehmen konnte von 15,6 Prozent im Jahr 2014 auf 16,6 Prozent im Jahr 2015 gesteigert werden. Die installierte Leistung nahm dabei im Vergleich zu 2014 um 260 auf gut 4.000 Megawatt (MW) zu.

Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der installierten Leistung kommunaler Unternehmen blieb stabil und lag 2015 bei 43,3 Prozent (Vorjahr 44,0 Prozent) oder 10.376 MW. Damit bleibt die Klimaschutztechnologie KWK der Schwerpunkt im kommunalen Kraftwerkspark.

Reiche: „Diese Entwicklung bei Energiewende-Anlagen reicht aber nicht aus, um die Ziele der Energiewende zu erreichen.“ Zwar seien mit der Novellierung des KWK- und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes entsprechende Weichen gestellt worden, „doch diese müssen nun den Praxistest bestehen“.

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)