„Seekuh“gegen „Marine Littering“: Weltweit erstes zertifiziertes Müllsammelschiff getauft

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Die "Seekuh" (Foto: -Frank Brodmerkel / One Earth – One Ocean e. V.)

München-Garching / Kiel — Das erste Müllsammelschiff einer geplanten Reihe von Entsorgungsschiffen ist am Sonntag, dem 25. September 2016, feierlich auf den Namen „Seekuh“ getauft worden. Der Spezialkatamaran zum Sammeln von Plastikmüll wurde von Günther Bonin, dem Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., entwickelt. Es ist zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden. Für den vollständig durch Spenden finanzierten Bau der „Seekuh“ wurden Mittel in Höhe von etwa einer viertel Million Euro gesammelt.

Mit der klassischen Formel „Allzeit gute Fahrt und stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!“ wurde die „Seekuh“ im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages in Kiel feierlich mit einer Flasche Champagner von seiner Schiffspatin, Annuntiata Gräfin Hoensbroech von der Röchlingstiftung, getauft. Drei Jahre dauerte es, bis aus einer visionären Idee über Konzeption einer „Maritimen Müllabfuhr“ mit Spezialschiffen, konkrete Planung, langwierige Finanzierung, Genehmigung und Bau der ersten „Seekuh“ Realität wurde. Neben unzähligen Kleinspenden ermöglichten vor allem die Mannheimer Röchlingstiftung und die Deutsche Telekom den Bau des Schiffes.

Mit ihrem Konzept der „maritimen Müllabfuhr“, bei der Plastikmüll von Spezialschiffen aus dem Meer gefischt und wiederverwertet wird, will die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V Menschen dazu aufrufen, dieses drängende Menschheitsproblem aktiv zu bekämpfen. Die „Seekuh“, die für den Einsatz in küstennahen Regionen und Flussmündungen konzipiert ist, ist nun das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff des Konzepts. Der neue Katamaran kann neben dem Müllsammeln auch Wasseranalysen vornehmen. 2017 soll die „Seekuh“ einige Monate in Hong Kong eingesetzt werden, ehe sie im Sommer 2017 an der deutschen Ostseeküste Wasserproben analysiert und Müll einsammelt.

„Ich bin sehr stolz, nach fünf Jahren der Überzeugungsarbeit nun endlich die ‚Seekuh‘ fertig und im Wasser zu haben, um die Öffentlichkeit auf das dringende Problem des Plastikmülls und des Marine Littering hinzuweisen“, erklärt Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. „Mein großer Dank gilt all jenen, die mich und meine Idee über Jahre begeitet, unermüdlich geholfen und nicht zuletzt Geld bezahlt haben, um diese Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.“

Weitere Informationen sind unter oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook- Seite unter facebook.com erhältlich.

Quelle: One Earth – One Ocean e. V.