Europas Metallverpackungsindustrie hat ihre Ökobilanz weiter verbessert

904
Metallverpackung (Quelle: Empac)

Brüssel — Empac (European Metal Packaging), der europäische Dachverband der Metallverpackungsindustrie, hat heute die Ergebnisse seiner jüngsten Ökobilanz-Studie veröffentlicht. Die Untersuchung beleuchtet die durchschnittliche Umweltauswirkung, die in Europa hergestellte Metallverpackungen im Laufe ihres Produktlebens entfalten. In diesem Zusammenhang betont der Bericht auch, wie mustergültig der Beitrag, den die Branche zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet, den Kreislaufwirtschafts-Gedanken unterstützt.

Die ISO 14040/44 konforme Ökobilanz basiert auf Daten aus dem Jahr 2013, die von führenden Metallverpackungsherstellern und deren Zulieferern zur Verfügung gestellt wurden. Sie deckt die Bereiche Aerosoldosen, Lebensmitteldosen, Verpackungen für chemisch-technische Produkte sowie Spezialverpackungen ab.

Die Studie belegt, dass die Metallverpackungsindustrie weitere Fortschritte beim Umweltschutz verbuchen kann. Verglichen mit der Datenlage aus dem Jahr 2006 wird eine deutliche Reduzierung des CO2-Fußabdruckes für Verpackungen aus Stahl und aus starrem Aluminium sichtbar: Die Einsparungen liegen bei 20 Prozent beziehungsweise 39 Prozent. Vor allem drei Faktoren sind für die erzielten Einsparungen an CO2-Äquivalenten verantwortlich:

  • Der Energiemix, der bei der Herstellung von Metallverpackungen verwendet wird, wird immer „grüner“, weil der Anteil der erneuerbaren Energien beständig wächst.
  • Die durchschnittliche Recyclingrate von Metallverpackungen in Europa steigt kontinuierlich an.
  • Bei der Produktion werden immer weniger Rohstoffe pro Verpackungseinheit eingesetzt, was zu niedrigeren durchschnittlichen Verpackungsgewichten führt.

Neben anderen Indikatoren betrachtet die Studie auch den Netto-Wasserverbrauch, der eine Schlüsselrolle spielt, wenn man den CO2-Fußabdruck eines Produkts ermitteln möchte. Für eine durchschnittliche Verpackungseinheit aus Stahl konnte die Branche demnach ihren Anteil am Wasserverbrauch um imposante 60 Prozent reduzieren (im Vergleich 2013 gegenüber 2006). Erreicht wurde dies vor allem durch leichtere Verpackungsgewichte in Verbindung mit optimierten Herstellungsverfahren.

“Die Empac Umwelt-Scorecard zeigt, dass die Metallverpackungsbranche kontinuierlich bestrebt ist, Ressourcen und Material möglichst effizient und nachhaltig einzusetzen. Wir freuen uns über die jüngsten Erfolge, aber wir werden uns weiterhin ambitionierte Ziele für die Zukunft setzen“, unterstrich Ellen Wauters, Senior Communications & Industry Manager bei Empac. “Wir möchten im Übrigen auch darauf hinweisen, dass Ökobilanzen zwar die bekannteste Methode sind, um Umweltauswirkungen zu beschreiben. Allerdings geben sie keinen Aufschluss über die Funktionalität einer Verpackung. Und sie berücksichtigen auch nicht die permanente Natur von Metallen. Es ist nämlich so, dass Stahl und Aluminium unendlich oft recycelt werden können, ohne ihre Eigenschaften einzubüßen. Durch das Recycling bleiben die Vorzüge beider Materialien erhalten und stehen uns heute genauso zur Verfügung wie den zukünftigen Generationen”.

Quelle: Empac (European Metal Packaging)