BDE gibt Empfehlung zur sortenreinen Erfassung von Bio- und Grüngut heraus

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Quelle: BDE

Berlin — Aus Bio- und Grüngut lassen sich hochwertige Komposte und Gärprodukte erzeugen – sofern sie frei von Verunreinigungen wie Glas, Metall und Kunststoff sind. Deshalb regt der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. in einer schriftlichen Empfehlung an, bereits in der Ausschreibung eine sortenreine Erfassung von Bio- und Grüngut zu verankern. So könne eine hohe Qualität der Komposte und Gärprodukte sichergestellt werden.

Schon ein Fremdstoffanteil von mehr als einem Prozent führt zu einem Mehraufwand im Verwertungsprozess. In solchen Fällen sollten sich Anlieferer beziehungsweise der Abfallerzeuger und der Anlagenbetreiber über die Kosten für den Mehraufwand einigen. Steigt die Verunreinigung auf drei Prozent und mehr, kann die Qualität des Endproduktes leiden. Hier muss dem Verwerter die Möglichkeit eingeräumt werden, stark verunreinigte Lieferungen abweisen zu können.

„Qualität auf jeder Wertschöpfungsstufe zu gewährleisten, liegt im Interesse aller Entsorger: Regelungen zur sortenreinen Erfassung von Bio- und Grüngut dienen also einer hochwertigen Kreislaufwirtschaft. Daher empfiehlt der BDE, sich auf geeignete Maßnahmen zu verständigen“, erklärte BDE-Präsident Peter Kurth. „Denkbar sind zum einen Regelungen für den Mehraufwand und den Umgang mit stark verunreinigten Sammelmengen. Zum anderen sollten die Auftraggeber alle zwei Jahre kontrollieren. Wird eine minderwertige Bio- und Grüngutqualität der Lieferungen festgestellt, muss sofort reagiert werden. Die Abfallerzeuger könnten gezielt informiert, kontrolliert und auch sanktioniert werden.“

Ein „Formulierungsvorschlag für Verträge zur sortenreinen Erfassung und hochwertigen Verwertung von Bio- und Grüngut“ steht unter bde.de zum Download bereit.

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.