Brüssel: Hendricks fordert europäischen Schulterschluss für Ressourceneffizienz

1481
Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (Foto: ©Bundesregierung/ Sandra Steins )

Berlin — Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat gestern in Brüssel die Bedeutung der Ressourceneffizienz für Europa unterstrichen. „Die Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherheit des Standorts Europa hängen nicht zuletzt davon ab, wie effizient wir Rohstoffe, Wasser, Fläche und Energie einsetzen. Natürliche Ressourcen sind die Grundlage unseres Wohlstands“, sagte Hendricks nach der Abschlusssitzung der Europäischen Ressourceneffizienzplattform EREP. Die von  Umweltkommissar Janez Potocnik ins Leben gerufene Beratergruppe hat gestern ihre Empfehlungen vorgelegt.

Die Bundesumweltministerin warb dafür, der Ressourceneffizienz einen höheren Stellenwert in der europäischen Wachstumspolitik einzuräumen. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Europa müssen wir die Potentiale der Ressourceneffizienz für Wachstum und Beschäftigung besser ausschöpfen. In Deutschland haben wir uns vorgenommen, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Ein vergleichbares Ziel sollten wir auch auf europäischer Ebene beschließen“, sagte Hendricks. Die Europäische Ressourceneffizienzplattform habe dazu wichtige Vorschläge gemacht. „Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ziehen hier an einem Strang“, betonte Hendricks weiter.

Die jetzt angenommenen Empfehlungen der Europäischen Ressourceneffizienzplattform bieten eine breite Palette von Handlungsansätzen im gesamten Wirtschaftskreislauf. Sie reichen von Ressourceneffizienz als Thema von Bildung und Ausbildung sowie von Forschung und Entwicklung über die Verbreitung innovativer Geschäftsmodelle bis zur Beratung von Unternehmen und dem Design von Produkten.

Nähere Informationen zur EREP und zu den Empfehlungen sind unter ec.europa.eu zu finden.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit