Für Zukunftstechnologien: VDMA fordert Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe

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Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

Frankfurt/Main — Deutschland ist auf seine forschungsstarken Unternehmen angewiesen – aber der Anteil der Innovationsausgaben sinkt gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen. Umso wichtiger ist, dass sich nun eine breite Allianz aus Bundeswirtschaftsministerium, Gewerkschaften und Industrieverbänden dafür stark macht, eine steuerliche Forschungsförderung zunächst für Betriebe mit bis zu 500 Beschäftigten einzuführen.

„Das Bündnis Zukunft der Industrie, dem auch der VDMA angehört, spricht sich einhellig und aus guten Gründen für eine solche Unterstützung der forschenden Betriebe aus. Damit sendet es zu Beginn der ´Woche der Industrie‘ ein ganz wichtiges Signal aus“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Seiner Ansicht nach werden gerade im Maschinenbau, aber auch in vielen anderen Industriezweigen, Zukunftstechnologien in kleineren und mittleren Unternehmen entwickelt. „Eine steuerliche Forschungsförderung gehört schon seit vielen Jahren zu den Kernforderungen des VDMA. Dass sie nun für Betriebe mit bis zu 500 Beschäftigten kommen soll, ist ein Beleg, dass die Politik nicht nur Lippenbekenntnisse macht, wenn sie von der Unterstützung der Industrie spricht. Jetzt muss die Regierung die steuerliche Forschungsförderung noch in dieser Legislaturperiode beschließen“, betont Brodtmann.

In Deutschland erreicht der Anteil von Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt derzeit knapp 2,9 Prozent. Das liegt deutlich unter den Werten von konkurrierenden Industrienationen wie Südkorea und Japan. „Als Technologieführer muss sich Deutschland ehrgeizigere Ziele setzen“, fordert Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer und zuständig für das Thema Forschung. Eine Ausweitung dieser Quote auf wenigstens 3,5 Prozent setze aber staatliches Engagement voraus. „Instrument der Wahl ist die steuerliche Forschungsförderung“, bestätigt Rauen. Allerdings darf die nun vorgesehene Obergrenze von 500 Beschäftigten mittelfristig nicht das letzte Wort sein. „Viele Mittelständler haben mehr als 500 Beschäftigte, werden aber von den bestehenden Förderinstrumenten nicht erreicht. Deshalb wäre es für den gesamten Industriestandort Deutschland gut, die steuerliche Forschungsförderung auf mittlere Frist weiter zu öffnen.“

Quelle: VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.