Frankreich will reines Kunststoff-Geschirr und -Besteck verbieten

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Plastikbesteck (Quelle: Pixabay)

Laut Medienberichten ist Frankreich der erste EU Mitgliedstaat, der Kunststoff-Tassen, -Teller und Besteck verbietet, das keine biologisch abbaubaren Materialien enthält. Das „Décret n° 2016-1170 relatif aux modalités de mise en œuvre de la limitation des gobelets, verres et assiettes jetables en matière plastique“ vom 30. August sieht vor, dass bis zum Jahr 2020 die Hälfte des Materials aus kompostierbaren Materialien bestehen muss, bis 2025 zu 60 Prozent.

Das Verbot betrifft in erster Linie Einzelhändler wie Fast Food-Verkäufer, die Plastikmesser und -gabeln zum Essen ausgeben.

Die Brüsseler Pack2Go Europe, die die europäische Verpackungshersteller repräsentiert, sieht darin einen Verstoß gegen europäisches Recht und kündigt rechtliche Schritte an. Wie Pack2Go-Generalsekretär Eamonn Bates gegenüber Associated Press äußerte, gibt es keine Belege dafür, dass biologisch abbaubare Stoffe besser für die Umwelt sind. Außerdem könnten die Bürger das Gesetz missverstehen und ihre Picknick-Utensilien im Glauben an Ort und Stelle im Glauben zurücklassen, es handele sich um biologisch leicht abbaubare Materialien.

Nach Ansicht von Martin Kersh, dem Geschäftsführer der Foodservice Packaging Association (FPA), bedeutet das französische Gesetz, dass legal in Europa produzierte Verpackungen in Frankreich nicht mehr verkauft werden dürfen. Kersh wörtlich: „Das beabsichtigte Verbot ist ein klares Bruch der Verpackungs- und Verpackungsabfall-Richtlinie der Europäischen Union.“

Quelle: Chartered Institution of Wastes Management (CIWM)