Recylex bilanziert sinkende Metallpreise und wenig verfügbares Recyclingmaterial

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Trotz der stark rückläufigen Blei- und Zinkpreise im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 hat sich die betriebliche Leistung der Recylex Gruppe deutlich verbessert. Diese positive Entwicklung ist auf die auf die Fortsetzung der selektiven Beschaffungspolitik im Geschäftsbereich Blei und auf die günstige Vergleichsbasis bei den zwei Hauptaktivitäten des Konzerns zurückzuführen: keine geplanten Wartungsstillstände bei der Bleihütte von Weser-Metall GmbH und den Anlagen zur Verarbeitung von Staub aus Elektrostahlwerken bei Harz-Metall GmbH im Geschäftsbereich Zink im ersten Halbjahr 2016.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, erklärte: „In einem schwierigen Umfeld, das von der negativen Entwicklung der Metallpreise und der geringeren Verfügbarkeit von Recyclingmaterial gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 gekennzeichnet ist, konnte Recylex eine nach wie vor solide industrielle Performance ausweisen. Folglich haben sich das Betriebsergebnis und das Nettoergebnis der Gruppe trotz des verbleibenden Verlustes deutlich verbessert, insbesondere aufgrund einer günstigen Vergleichsbasis. Im Weiteren haben die Maßnahmen zur Optimierung des Bedarfs an umlaufenden Betriebsmitteln ihre Früchte getragen. Das strategische Priorität der Gruppe besteht darin, sämtliche Bedingungen des bedingten Finanzierungsangebots für die deutschen Tochtergesellschaften der Gruppe bis zum vierten Quartal 2016 zu erfüllen.“

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 wurde ein Konzernumsatz von 167,8 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 15 Prozent. Im ersten Halbjahr 2016 erreichte das konsolidierte Ebitda gemäß IFRS-Standards mit einem sehr geringen Verlust von 0,1 Millionen Euro praktisch die Gewinnschwelle – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 2,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015. Im gleichen Zeitraum war das angepasste konsolidierte Ebitda positiv und belief sich auf 3,7 Millionen Euro – gegenüber 4,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015.

Geschäftsbereich Blei: Preise und Produktionsvolumen rückläufig

Der Umsatz im Geschäftsbereich Blei belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf 119,1 Millionen Euro. Dies entspricht einer Einbusse von 15 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015. Trotz der günstigen Vergleichsbasis – kein Wartungsstillstand im ersten Halbjahr 2016 im Gegensatz zu dem im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten Wartungsstillstand – wurde der Geschäftsbereich durch den Rückgang der Bleipreise (-8 Prozent) und das rückläufige Produktionsvolumen (-7 Prozent) in Zusammenhang mit der geringeren Verfügbarkeit von Recyclingmaterialien beeinträchtigt.

Im ersten Halbjahr 2016 erzielte der Geschäftsbereich Blei ein laufendes Betriebsergebnis gemäß IFRS-Normen von 4,1 Millionen Euro Verlust – eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Verlust von 6,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015. Diese Leistung konnte trotz der rückläufigen Bleipreise hauptsächlich aufgrund der günstigen Vergleichsbasis in Zusammenhang mit der Tatsache erzielt werden, dass die Bleihütte im ersten Quartal 2016 keinen Wartungsstillstand geplant hatte (gegenüber einem Wartungsstillstand im ersten Halbjahr 2015), sowie aufgrund der positiven Auswirkungen der eingeleiteten kommerziellen und industriellen Maßnahmen bei der Beschaffung von Recyclingmaterial für diesen Geschäftsbereich.

Geschäftsbereich Zink: Preisrückgang durch Produktionserhöhung z.T. ausgeglichen

Der Umsatz im Geschäftsbereich Zink belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf 32,3 Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber den 36,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015 einem Rückgang von 12 Prozent. Der angepasste Umsatz des Geschäftsbereichs (einschließlich der 50 Prozent-Beteiligung an Recytech SA) belief sich auf 39,9 Millionen Euro; dies entspricht einem vergleichbaren Rückgang (-13 Prozent) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den massiven Rückgang der Zinkpreise gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 zurückzuführen, der zum Teil durch eine höhere Produktion kompensiert wurde

Der Geschäftsbereich Zink verzeichnete somit ein laufendes Betriebsergebnis von 2,5 Millionen Euro Gewinn im ersten Halbjahr 2016 gegenüber einem Gewinn von 1,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015. Diese Verbesserung, die ungeachtet des starken Rückgangs des Zinkpreises erzielt wurde, ist hauptsächlich auf die äußerst gute Leistung von Harz-Metall GmbH in Zusammenhang mit einer günstigen Vergleichsbasis zurückzuführen.

Quelle: Recylex Gruppe