Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2016: Deutsche Wirtschaft auf Erfolgskurs

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis (Foto: ©Frank Fendler)

Berlin/Düsseldorf — Insgesamt 21 Unternehmen sind im Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 nominiert worden. Die Auszeichnung würdigt seit 2008 Organisationen, die in vorbildlicher Weise ihren wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden und nachhaltiges Handeln zu weiterem Wachstum nutzen. Europas bedeutendste Auszeichnung dieser Art wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung vergeben.

Ein Blick in die Teilnehmerliste des seit 2008 durchgeführten Wettbewerbs offenbart die breite Resonanz in der deutschen Wirtschaft. Für Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Vorsitzender der zwölfköpfigen Expertenjury, ist dies ein Indiz für den Erfolgskurs, den Unternehmen mit einer engagierten Nachhaltigkeitsstrategie einschlagen. „Ich habe großen Respekt vor den Leistungen der diesjährigen Bewerber. Dass wir wieder so spannende Kombinationen entlang der vielfältigen Wertschöpfungsketten vorgefunden haben, bestätigt unseren Ansatz“, betont Bachmann. Nachhaltigkeit bringt unternehmerisches Denken voran und wird zunehmend als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb gesehen. Bachmann: „Die Seite der Befürworter wächst spürbar, während den Skeptikern die Argumente ausgehen. Aber wir dürfen uns nicht täuschen lassen: Vor uns liegt noch ein langer Weg.“

Der Sonderpreis „Ressourceneffizienz“ geht an Unternehmen, die Maßnahmen zur Ressourcenschonung, Rohstoff- und Energieeffizienz sowie innovative Recycling- und Kreislaufkonzepte etabliert haben. Nominiert hat die Jury den Fahrzeugbauer Fliegl, den Konsumgüterriesen Procter & Gamble und die Verzinkerei Voigt & Schweitzer.

Nominiert als „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen“ sind der Chemiekonzern Evonik Industries, Sanitärspezialist Grohe, Procter & Gamble, der Anbieter von Duftstoffen und Aromen Symrise und Tchibo. Unter den „mittelgroßen Unternehmen“ qualifizierten sich der Bio-Filialist Alnatura, der Sensorenspezialist elobau, der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub, Interface Europe, Hersteller von Bodenbelägen, und die Molkerei Berchtesgadener Land.

In der Bestenliste der „nachhaltigsten KMU“ stehen BeoPlast, Hersteller von Kunststoffkomponenten für die Automobilindustrie, der Taschenhersteller Fond of Bags, Tofu-Spezialist Life Food, der Solartechnik-Anbieter Mobisol und die sonnen GmbH, Hersteller intelligenter Energie-Speichersysteme.

Bei „Deutschlands nachhaltigsten Marken“ werden Unternehmen ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise Nachhaltigkeitsaspekte in der Markenführung berücksichtigen. Nominiert sind die Bio-Molkerei Andechser Scheitz, Fond of Bags mit dem Schultornister „ergobag“, der Naturkosmetik-Anbieter Laverana mit „lavera“, der Ökostrom-Anbieter Naturstrom und die Weleda AG, Anbieter von zertifizierter Naturkosmetik und anthroposophischen Arzneimitteln. Zur Auswertung der „nachhaltigsten Marken“ erschloss die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Nachhaltigkeitsaspekte in Markenführung und Markenwirkung anhand von Selbstauskünften. Unterstützt wurde diese Auswertung durch den Sustainability Image Score (Index zur Beurteilung von Nachhaltigkeit aus Kundensicht), der von facit research erhoben und ausgewertet wurde.

Die Preisverleihung findet am 25. November im Rahmen des 9. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt.

Quelle: Deutscher Nachhaltigkeitspreis