Verpackungsrichtlinie: Entsorgung in Frankreich regelt Code de L’Environnement

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Eiffelturm (Foto: ©Ralph-Thomas Kühnle / http://www.pixelio.de)

Köln — Wie die Reclay Holding GmbH meldet, ist die rechtliche Grundlage für die Entsorgung und Verwertung von Haushaltsverpackungen in Frankreich im Code de L’Environnement (Article 543-42 bis Article 543-74) geregelt. Demnach sind Hersteller, Vertreiber und Importeure verpflichtet, ihre in Verkehr gebrachten Verpackungen einer Verwertung zuzuführen. Es bleibt ihnen dabei überlassen, ob sie sich an einem von der Regierung bestätigten zentralen System beteiligen, oder ob sie der Verpflichtung selbst nachkommen, indem sie ein eigenes Pfand- oder ähnliches Sammelsystem betreiben. Auch dieses muss von der Regierung bestätigt werden.

Für Verpackungen, die im gewerblichen oder industriellen Bereich anfallen, gelten andere Bestimmungen. Hier ist nicht der Vertreiber, sondern die letzte gewerbliche Anfallstelle für die Wiederverwertung verantwortlich. Gleichzeitig besteht die Verpflichtung, die Verpackungen getrennt zu sammeln.

Das hauptsächliche Rücknahmesystem des Landes, Eco-Emballages, entstand 1992 aus einem Zusammenschluss französischer Verpackungshersteller. Derzeit trägt das System 80 Prozent der Netto-Referenzkosten der verbesserten kommunalen Sammel- und Sortierdienstleistungen für Haushaltsverpackungen. Die Lizenzgebühren errechnen sich zum einen aus der Anzahl der Verpackungseinheiten, zum anderen werden je Verpackungseinheit zusätzlich material-spezifische Entgelte festgelegt. Alle lizenzierten Verpackungen müssen mit dem Symbol „Der Grüne Punkt“ gekennzeichnet werden. Die dafür von Eco-Emballages erhobenen Entgelte sind von den Verpackern, Abfüllern und Importeuren zu tragen.

Eco-Emballages nimmt als Rücknahmesystem eine Monopolstellung in Frankreich ein. Es gibt jedoch zahlreiche Anbieter, die Unternehmen verschiedene unterstützende Dienstleistungen bei der Erfüllung ihrer verpackungsrechtlichen Pflichten anbieten.

Quelle: Reclay Holding GmbH