HWWI-Rohstoffpreisindex: Industrierohstoffe um 1,8 Prozent verteuert

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex hat sich im August kaum verändert: Im Vergleich zum Juli stieg er um 0,8 Prozent (in Euro: -0,5 Prozent). Obwohl der Gesamtindex nahezu unverändert blieb, gab es größere Preisveränderungen bei einzelnen Rohstoffen. Während der Index für Energierohstoffe aufgrund stark steigender Kohlepreise und einem Plus beim Rohöl um 1,0 Prozent (in Euro: -0,3 Prozent) anstieg, verteuerten sich die Industrierohstoffe um 1,8 Prozent (in Euro: +0,5 Prozent). Das lag vor allem am Index für Eisenerz und Stahlschrott, der um 5,7 Prozent (in Euro: +4,3 Prozent) stieg.

Abgesehen von Baumwolle, Kupfer und Stahlschrott verteuerten sich die Rohstoffe im Index für Industrierohstoffe im Vergleich zum Monatsdurchschnitt Juli. Besondere Preiserhöhungen verzeichneten Eisenerz um 6,9 Prozent (in Euro: +5,5 Prozent), Zink um 4,6 Prozent (in Euro: +3,2 Prozent) und Zinn um 3,4 Prozent (in Euro: +2,0 Prozent). Zwar notierte Eisenerz noch um 60 Prozent niedriger als beim Hochstand im Februar 2013, doch die gleichbleibend hohen Produktionsraten der chinesischen Stahlindustrie trieben die Preise nach oben.

Die Preisanstiege der letzten Monate setzen sich bei Zink und Zinn fort. Die Preise wurden durch positive Wirtschaftsaussichten für die chinesische Industrie sowie sinkende Lagerbestände getrieben. Beim wichtigsten Industriemetall Kupfer hingegen befinden sich die Lagerbestände an der London Metal Exchange auf dem höchsten Niveau seit Oktober 2015, was die Preise unter Abwärtsdruck setzte.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut