Papierindustrie und Kommunen: Ökologie bei Ausschreibung berücksichtigen

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Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de

Bonn/Berlin — Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP), der Städte und Gemeindebund sowie der Verband Kommunaler Unternehmen haben einen gemeinsamen Handlungsleitfaden zur Ausschreibung von Altpapierentsorgungsleistungen herausgegeben, der eine bessere Berücksichtigung von ökologischen Aspekten bei Ausschreibungen aufzeigen soll. „Für ein sinnvolles Recycling in den Papierfabriken sollte nicht allein der Preis maßgebliche Größe sein“, sagte dazu der Bereichsleiter Rohstoffe des Verbandes Deutscher Papierfabriken, Martin Drews, „auch ökologische Komponenten wie z.B. die Transportentfernung sowie qualitative Anforderungen an das gesammelte Altpapier sind wichtig“.

Die Empfehlungen, die von der auf Vergaberecht spezialisierten Anwältin Dr. Angela Dageförde erarbeitet wurden, geben auf 36 Seiten zahlreiche konkrete Beispiele, wie die genannten Anforderungen in den jeweiligen Vergabeverfahren berücksichtigt werden können.

Großen Wert legen die beteiligten Partner dabei auf die Qualität des letztlich an die Papierindustrie zu liefernden Altpapiers. Ausschreibungen sollten daher unbedingt auf die DIN EN 643 Bezug nehmen, die klar die einzelnen Altpapiersorten und Qualitätsanforderungen definiert. „Letztendlich fängt das Qualitätsmanagement bei Altpapier an der Quelle an, also bei der Erfassung von Altpapier in den Haushalten“, so Andreas Walser, Geschäftsführer der Hamburger Recycling GmbH und Mitglied des Altpapierbeirates im VDP.

Quelle: Verband Deutscher Papierfabriken e.V., www.vdp-online.de