Bayerisches Umweltministerium liefert Leitfaden zur kommunalen Abfallvermeidung

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Abfalltonnen (Foto: ©Maik Schwertle /http://www.pixelio.de)

München — Jede Kommune in Bayern kann durch einen überlegten Umgang mit Ressourcen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute anlässlich der Fertigstellung des neuen Leitfadens zur kommunalen Abfallvermeidung: „Bei der Abfallvermeidung kann jede Kommune helfen.“


„Klimaschutz fängt beim Ressourcenschutz an. Der stetig zunehmende Verbrauch von Rohstoffen bedeutet mehr schädliche Umweltauswirkungen. Wir müssen mit unseren endlichen Ressourcen sparsam umgehen. Das beginnt damit, Abfälle zu vermeiden. Mit dem neuen Leitfaden zur Abfallvermeidung geben wir den bayerischen Kommunen einen wirkungsvollen Maßnahmenkatalog an die Hand – von Tipps beim Beschaffungswesen über Aktionen für die Bürger bis hin zum Repair Café. Eine klassische win-win Situation für Natur und Mensch“, reklärte die Umweltministerin.

So lassen sich beispielsweise alleine durch die Installation einer Wasserbar bei einer mittleren Gemeindeverwaltung über 500 kg Abfall einsparen. Bei der Umsetzung der im Leitfaden vorgeschlagenen Maßnahmen in allen bayerischen Kommunen könnten rund 680.000 Tonnen Abfall oder 222.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht den Verkehrsemissionen der Stadt Augsburg von einem Jahr.

In den letzten 30 Jahren ist der weltweite Verbrauch an Rohstoffen um 50 Prozent gestiegen. Weltweit werden Jahr für Jahr 60 Milliarden Tonnen Rohstoffe verbraucht. Gleichzeitig hat sich in Bayern in den letzten 15 Jahren die Rohstoffproduktivität um 60 Prozent erhöht, und seit 1990 ist die Verwertungsquote für Abfälle von rund 30 auf 70 Prozent gestiegen. Die besten Abfälle sind jedoch die, die gar nicht erstentstehen. Abfallvermeidung ist deshalb ein wesentliches Element einer modernen Kreislaufwirtschaft.

Der neue „Leitfaden zur Erstellung kommunaler Abfallvermeidungskonzepte“ kann unter bestellen.bayern.de heruntergeladen werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz