Grüne Kohle: ALBA Group plant deutsch-chinesisches Leuchtturmprojekt in China

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Vertrags-Unterzeichnung (Foto: ALBA)

Berlin — Eine Vereinbarung über die Beteiligung am Projekt „Green Power“ in der Sino-German Metal Eco City haben die ALBA mit der Zhongde Metal Group Co. Ltd und der Guangdong Rising Assets Management Co. Ltd unterzeichnet. Wesentlicher Inhalt dieser Vereinbarung ist die Übereinkunft über den Bau der ersten Anlage zur Herstellung von „Grüner“ Kohle aus Siedlungsabfällen in China. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des Antrittsbesuches des neuen chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

China produziert weltweit den meisten Abfall und über 70 Prozent der chinesischen Siedlungsabfälle werden unbehandelt deponiert, mit stark negativen Umweltauswirkungen. Ziel des „Green Power“-Projekts ist es, hier Abhilfe zu schaffen und mit Hilfe der geplanten Grüne-Kohle-Anlage aus den Abfällen die Wertstoffe wieder zu gewinnen, die Schadstoffe zu separieren und den Rest in grüne Energie zu wandeln. So wird für die beiden wesentlichen Megatrends in China – zu viel Abfall und zu wenige Ressourcen – eine effektive Lösung geboten. Als Hausabfallrecyclinganlage der 3. Generation bietet die ALBA-Technologie daher deutliche Vorteile gegenüber der Deponierung (1. Generation) und der Müllverbrennung (2. Generation).

Zukünftig sollen mit dieser Anlage in der Sino-German Metal Eco City aus 400.000 Tonnen Siedlungsabfällen 120 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt und direkt vor Ort in das Stromnetz eingespeist werden. Möglich wird dies, indem die Abfälle mittels einer speziell von ALBA entwickelten Technologie zuvor in Brennstoff – so genannte Grüne Kohle – umgewandelt werden. Bei der Nutzung von Grüner Kohle entstehen im Vergleich zur herkömmlichen Energiegewinnung rund 70 Prozent weniger CO2-Emissionen. In Berlin wird mit dieser ALBA-Technologie bereits rund die Hälfte des aufkommenden Restabfalls seit vielen Jahren verarbeitet. ALBA hat in der Vergangenheit in verschiedenen chinesischen Städten Abfallanalysen vorgenommen und im Jahr 2012 schon die erste Grüne Kohle aus Siedlungsabfall produziert. Das Testergebnis wurde in China auch zertifiziert.

Das Projekt „Green Power“ soll zentraler Bestandteil der neuen „Urban Mining Base“ in der Sino-German Metal Eco City, der ersten ökologischen Stadt Chinas, werden. Diese wird derzeit vor den Toren der sechs Millionen Einwohner zählenden Stadt Jieyang im Süden des Landes, dem Zentrum der chinesischen Metallindustrie, erbaut. Die Sino-German Metal Eco City ist ein deutsch-chinesisches Kooperationsprojekt, das von der Wirtschaft initiiert und gebaut und von der chinesischen Politik maßgeblich unterstützt wird. Auf rund 23 Quadratkilometern entsteht ein Lebens- und Wirtschaftsraum, der Maßstäbe in punkto Technologie und Ökologie setzen soll.

„Deutschland ist weltweit führend im Bereich Umwelttechnik, ALBA ist weltweit führend im Recycling. Wir freuen uns, in dieser kombinierten staatlich-privaten-internationalen Konstellation unser Know-how zur Entwicklung der neuen ‚Urban Mining Base‘ in der ersten ökologischen Stadt Chinas einzubringen und bedanken uns sehr für die Unterstützung der chinesischen Politik bei diesem Projekt“, unterstrich Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group. „Wir bringen uns gerne ein, in China eine moderne und nachhaltige Kreislaufwirtschaft auf- und auszubauen.“

Quelle: ALBA Group