Hochwassermüll: Sortierung und Entsorgung dauerten einen Monat

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Hochwassermüll (Foto: AWN)

Buchen — Mit ungeheurer Wucht sorgten in diesem Sommer Starkregen-Ereignisse für Überschwemmungen und hohe Sachschäden im Neckar-Odenwald-Kreis. Keller liefen voll, Straßen wurden zerstört und sogar ganze Häuser unbrauchbar gemacht. Gemeinden, Einsatzleitstellen, Landkreis und die AWN Abfallwirtschaftsgesellschaft reagierten unverzüglich: Gemeinsam stellten sie als Sofortmaßnahmen in den jeweiligen Gemeinden Container für die Hochwasser-Müllbeseitigung bereit und sammelten den Abfall in den Straßen.

Viele Tonnen Material landeten somit auf dem Entsorgungszentrum Sansenhecken in Buchen gelandet. Die fachgerechte Trennung und Entsorgung, so Deponieleiter Benno Ehmann, werde noch gut einen Monat dauern. In einem solchen Ausnahmezustand war klar, dass eine „übliche Mülltrennung“ nicht möglich sein konnte. Somit wurden mit einem Verladebagger mit Greifer die unterschiedlichen Abfallfraktionen „herausgefischt“ und getrennt. Die größten Anteile waren Rest- und Sperrmüll sowie Altholz. Hinzu kamen mineralisches Material wie beispielsweise Straßenaufbruch und Bauschutt sowie Altmetall. Elektrogroß- und Haushaltsgeräte, die ebenfalls in großer Anzahl anfielen, wurden sortiert und dem Recycling zugeführt. Auch fanden sich Autoreifen und Schadstoffe wie Farben und Lacken, wenn auch zu relativ geringen Anteilen, im Hochwassermüll.

Während das mineralische Material auf der Deponie verblieb, wurde das Altholz zum Biomasseheizkraftwerk Odenwald, ebenfalls auf dem Standort Sansenhecken, transportiert. Der Rest- bzw. Sperrmüll kam in großen Einheiten zum Müllheizkraftwerk nach Mannheim – doppelt so oft wie zu normalen Zeiten. Elektrogeräte und Schadstoffe wurden über die üblichen Wege dem Recycling oder der Entsorgung zugeführt.

Quelle: AWN Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises mbH