Albaad-Appell zum Tag des Toilettenpapiers: Toilette ist kein Mülleimer

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Feuchtes Toilettenpapier (Foto: Albaad Deutschland GmbH)

Ochtrup — Mitarbeiter kommunaler Kläranlagen rücken beinahe wöchentlich zu Einsätzen aus, bei denen sie Hebewerke und Pumpen von Verzopfungen aus Hygieneartikeln sowie Baby- und Kosmetiktüchern befreien müssen. Aber auch falsch entsorgte Medikamente belasten das Abwasser. Der Feuchttuch-Hersteller Albaad Deutschland GmbH appelliert deshalb zum Internationalen Tag des Toilettenpapiers am 26. August: Die Toilette ist keine Mülltonne!

Das Problem, so Wolfgang Tenbusch, Geschäftsführer der Albaad Deutschland GmbH, besteht nicht in Herstellung und Vertrieb von Feuchttüchern, sondern sei die falsche Entsorgung. Ursächlich für die Verzopfungen sei nicht das feuchte Toilettenpapier, denn dieses bestehe aus einem auflösbaren Faserverbund. Vielmehr handele es sich hierbei um Verklumpungen verschiedenster Hygieneartikel von Kosmetik- oder Babytüchern, die aus reißfesten Polyesterfasern bestehen, bis hin zu Tampons, Damenbinden und Textilien, die unsachgemäß in der Toilette entsorgt wurden.

„Wir ducken uns nicht weg, sondern suchen den Dialog mit Handel, Verbrauchern und Entsorgungsbetrieben“, betont Wolfgang Tenbusch. Und weist deshalb darauf hin, dass nur feuchtes Toilettenpapier über die Toilette entsorgt werden darf. Baby- und Kosmetiktücher gehören genauso wie Bodenpflege, Desinfektions- oder Cockpitreinigungstücher in den Restmüll.

Untersuchungen des globalen Branchenverbandes INDA bestätigen, dass die in den Klärwerken zutage geförderten Pfropfe hauptsächlich aus Tüchern für Haushalts- und Kosmetikanwendungen sowie Babytüchern und anderen Hygieneprodukten bestehen. „Für den Abwassertechniker in der Kläranlage ist aber eine Unterscheidung, ob er es bei einer Verzopfung mit Baby- und Kosmetiktüchern oder feuchtem Toilettenpapier zu tun hat, schlichtweg nicht möglich“, erklärt Tenbusch. Aus diesem Grund würden die Probleme häufig und fälschlicherweise dem feuchten Toilettenpapier zugeschrieben.

Als einer der führenden europäischen Hersteller von Feuchttüchern und feuchtem Toilettenpapier im Private Label Bereich optimiert Albaad permanent die physikalischen Eigenschaften von feuchtem Toilettenpapier. Mit dem neuen Werkstoff Hydrofine bringt das Unternehmen im Herbst dieses Jahres ein Trägermaterial mit deutlich verbessertem Auflösungsverhalten an den Markt. Feuchtes Toilettenpapier auf Hydrofine-Basis löst sich nach Gebrauch durch mechanische Einwirkung – konkret sind hiermit die Wasserverwirbelungen in der Kanalisation gemeint – noch schneller auf und ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar.

Unabhängig davon gilt aber weiterhin der Grundsatz, den Tenbusch aus Großbritannien als „3P-Policy“ kennt: „Only flush poo, pee and paper – frei übersetzt: in die Toilette gehören nur menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier“, sagt der Manager und ergänzt: „Ob feuchtes oder trockenes Toilettenpapier, das darf jeder für sich selbst entscheiden.“

Quelle: Albaad Deutschland GmbH