Bis zu 80% Reduktion: Stadtreinigung Dresden führt Mini-Abfallpressen ein

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(v.l.n.r.:) Vertragsunterzeichner Peter Hofinger und Dr. Alexander Rochlitz (Foto: Stadtreinigung Dresden)

Dresden — Ab April 2014 wird die Stadtreinigung Dresden als erstes deutsches Entsorgungsunternehmen eine Mini-Abfallpresse einsetzen. Den entsprechenden langfristigen Rahmenvertrag vereinbarte die Stadtreinigung Dresden jetzt mit der  German EcoTec GmbH, dem exklusiven Lieferanten der Mini-Abfallpressen in Deutschland. Mit der Mini-Abfallpresse wird künftig wertvoller Platz gespart, denn jede Presse kann bis zu 112 Standard-Abfallbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 240 Litern ersetzen.

Der Grund ist ein Verdichtungsprozess im Inneren der Mini-Presse: Eingeworfener Müll kann dort auf ein Neuntel komprimiert werden. Dabei hat die Mini-Presse selbst nur Außenmaße von etwa zwei mal vier Metern, umfasst also die Fläche eines PKW-Parkplatzes. Wegen ihrer Höhe von nur 1,78 Metern eignet sich die Presse auch für niedrige Räume.

„Herkömmliche Abfallpressen lassen sich aufgrund ihrer Dimensionen an vielen Standorten nicht aufstellen“, erklärt Peter Hofinger, Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden. Für enge Tiefgaragen, verwinkelte Hinterhöfe und Orte, wo Platz knapp und teuer ist, fehlte bisher eine entsprechende Technologie. „Mit der einzigartigen Mini-Presse von German EcoTec haben wir als erste die Lösung für unsere Kunden gefunden“, sagt Hofinger. Vorab hatte die Stadtreinigung Dresden die Mini-Presse im Rahmen eines Pilotprojektes ein Jahr lang auf Leistung und Belastbarkeit bei einem Ihrer Kunden getestet.

Durch die Mini-Presse der Firma German EcoTec lässt sich der Raum für Abfallbehälter um 70 bis 80 Prozent reduzieren. „Die dazugewonnene Fläche kann deshalb anders genutzt werden. Beispielsweise können in einer Tiefgarage zusätzliche PKW-Stellplätze geschaffen werden. Die Mini-Pressen sparen somit nicht nur Platz, sondern auch Geld“, sagt Dr. Alexander Rochlitz, Geschäftsführer von German EcoTec.

Weitere Vorteile der Mini-Presse: Abfallgerüche, die Tiere und Ungeziefer anziehen, sind nicht mehr wahrnehmbar. Außerdem können Mini-Pressen an herkömmliche Müllschächte angeschlossen werden. Darüber hinaus lässt sich der Zugang zur Einwurfklappe einschränken. Nur autorisierte Personen erhalten einen Schlüssel oder Chipkarten für die Mini-Presse. Dadurch ist die Abfallmenge kontrollierbar und Abfallgebühren können verursachergerecht abgerechnet werden.

Die Entleerung der Mini-Presse erfolgt ebenfalls problemlos und effizient durch einen auswechselbaren Ersatzcontainer. In Dresden werden Multi-Cars für die Abholung eingesetzt. Aber auch Absetz-, Abroll- und Kranfahrzeuge eignen sich dafür. „Wir haben bereits viel Interesse und Anfragen von unseren Kunden erhalten“, freut sich Peter Hofinger.

Quelle:  Stadtreinigung Dresden GmbH