Auftragslage der Stahlindustrie im Aufwind, doch weiterhin Importkrise

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Stahlproduktion im Hüttenwerk (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Düsseldorf — Die Stabilisierung der Stahlmengenkonjunktur in Deutschland hat sich im Frühling weiter gefestigt: Die Auftragseingänge bei Walzstahl legten im zweiten Jahresviertel um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, nach einem Plus von 3 Prozent in den ersten drei Monaten 2016. Erstmals seit drei Quartalen in Folge stiegen auch die Walzstahllieferungen wieder an. Die Auftragsbestände überschritten mit 9,2 Millionen Tonnen im Juni den Vorjahreswert um 16 Prozent.

Die verbesserte Auftragslage in der Stahlindustrie spiegelt die bislang robuste Entwicklung der Stahlverarbeiter wider. Hinzu kommt, dass nach den Verwerfungen zum Jahresende 2015 im ersten Halbjahr des laufenden Jahres Lagerbestände bei Händlern und Verarbeitern wieder aufgefüllt wurden. Die Situation bleibt jedoch herausfordernd vor dem Hintergrund der nach wie vor ungelösten Importkrise auf dem EU-Stahlmarkt.

Quelle: Stahl-Zentrum
Quelle: Stahl-Zentrum

Quelle: Stahl-Zentrum