Juli 2016: HWWI-Rohstoffpreisindex aufgrund niedriger Ölpreise gesunken

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex beendete im Juli seine Aufwärtsbewegung und sank im Vergleich zum Juni um 4,1 Prozent (in Euro: -2,7 Prozent). Während der Index für Energierohstoffe um 4,9 Prozent (in Euro: -3,6 Prozent) nachgab, stiegen die Preise für Industrierohstoffe um 4,5 Prozent (in Euro: +6 Prozent) an. Dabei erhöhte sich vor allem der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 7,6 Prozent (in Euro: +9,2 Prozent).

Die einzelnen Rohstoffe im Index für Industrierohstoffe verteuerten sich überwiegend im Juli. Besondere Preiserhöhungen verzeichneten Eisenerz um 10,1 Prozent (+11,7 Prozent) und Nickel um 15 Prozent (+16,7 Prozent). Insgesamt stieg der Index für NE-Metalle um 4,7 Prozent (+6,2 Prozent) an. Bei Nickel trugen die Schließungen großer Minen auf den Philippinen zu den kräftigen Preisanstiegen bei. Als Grund hierfür wurde genannt, dass die Minenbetreiber gegen Umweltauflagen verstoßen hätten. Marktbeobachter befürchteten, dass die Schließungen zu einem Angebotsengpass führen könnten, da die Philippinen ein zentraler Nickelexporteur sind.

Beim Eisenerz wirkten überraschend hohe Produktionsraten in der chinesischen Stahlindustrie preissteigernd. Am letzten Handelstag im Juli notierte Eisenerz aber noch um 63 Prozent niedriger als beim Hochstand im Februar 2013.

Quelle: Hamburgisches WeltwirtschaftsInstitut