Recylex: Rückläufige Blei- und Zink-Preise drücken Konzernumsatz

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Die Recylex Gruppe hat ihren Umsatz für das erste Halbjahr 2016 veröffentlicht. Der Konzernumsatz zum 30. Juni 2016 belief sich auf 167,8 Millionen Euro; damit liegt er 15 Prozent unter dem Umsatz der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015. Der durchschnittliche Bleipreis nahm im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 8 Prozent ab, während der durchschnittliche Zinkpreis im selben Zeitraum gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 16 Prozent einbrach. Die Durchschnittspreise lagen Ende Juni bei 1.552 €/Tonne für Blei und 1.611 €/Tonne für Zink.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, erklärte: „Der Umsatz der Recylex Gruppe im ersten Halbjahr 2016 spiegelt vor allem die Marktentwicklung mit dem Rückgang der Metallpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder. Zur Erinnerung: Die Kurse haben in der zweiten Jahreshälfte von 2015 einen starken Einbruch verzeichnet und diese massive Korrektur noch nicht wieder aufgeholt.“

Geschäftsbereich Blei: Umsatz -15 Prozent

Im ersten Halbjahr 2016 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Blei 71 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz erreichte 119,1 Millionen Euro, was einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 entspricht. Trotz der günstigen Vergleichsbasis aufgrund des im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten Wartungsstillstands wurde der Geschäftsbereich durch den Rückgang der Bleipreise (-8 Prozent) und das rückläufige Produktionsvolumen (-7 Prozent) in Zusammenhang mit der geringeren Verfügbarkeit der Recyclingmaterialien beeinträchtigt.

Geschäftsbereich Zink: Umsatz -12 Prozent

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 entfielen 19 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Zink. Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf 32,3 Millionen Euro; dies entspricht einem Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der angepasste Umsatz des Geschäftsbereichs (einschließlich der 50 Prozent-Beteiligung an Recytech SA) belief sich auf 39,9 Millionen Euro; dies entspricht einem vergleichbaren Rückgang (-13 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die beträchtlich niedrigeren Zinkpreise gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 zurückzuführen, die zum Teil durch eine höhere Produktion kompensiert wurden.

Geschäftsbereich Spezialmetalle: Umsatz -29 Prozent

Zum 30. Juni 2016 entfielen 5 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Spezialmetalle. Im ersten Halbjahr 2016 erzielte PPM Pure Metals GmbH einen Umsatz von 8,0 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 29 Prozent gegenüber Ende Juni 2015. Obwohl der Verkauf von hochreinem Arsen leicht zugenommen hatte, ist der starke Rückgang hauptsächlich auf das rückläufige Verkaufsvolumen von Germanium sowie auf die Subunternehmerpolitik zurückzuführen, die für dieses Metall zusehends an Bedeutung gewinnt, sowie auf den starken Rückgang des Indiumpreises. In geringerem Ausmaß war auch der Rückgang beim Verkauf von Gallium mit verantwortlich.

Geschäftsbereich Kunststoff: Umsatz -12 Prozent

Im ersten Halbjahr 2016 entfielen 5 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Kunststoff. Der Umsatz erreichte 8,4 Millionen Euro, was einem Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 entspricht. Im Berichtszeitraum betrug die Gesamtproduktion dieses Geschäftsbereichs 8.058 Tonnen rezykliertes Polypropylen gegenüber 9.433 Tonnen im ersten Halbjahr 2015, was einem Rückgang von 15 Prozent entspricht.

Yves Roche kommentierte: „In operativer Hinsicht wurde der Geschäftsbereich Blei auch durch die geringe Verfügbarkeit von Recyclingmaterial in Zusammenhang mit dem milden Winter in Europa beeinträchtigt. Die Gruppe hat ihre selektive Beschaffungspolitik mit dem Ziel fortgeführt, das Niveau ihrer Margen und Barmittel zu halten. Die Geschäftsbereiche Zink und Kunststoff haben sich ungeachtet des schwierigen Preisumfelds im ersten Halbjahr gut gehalten. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Geschäftsbereich Spezialmetalle einen Umsatzrückgang aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere im Segment Germanium. Des Weiteren arbeiten die Teams von Recylex weiterhin aktiv daran, sämtliche Bedingungen des am 6. Juli erhaltenen bedingten Finanzierungsangebots für die deutschen Tochtergesellschaften der Gruppe bis zum vierten Quartal 2016 zu erfüllen.“

Quelle: Recylex Gruppe