RIGK vergibt erste Klimaschutz-Zertifikate an Kunden

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Quelle: RIGK GmbH

Wiesbaden — Ende 2013 erhielten Kunden der RIGK GmbH aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft erstmals Klimaschutz-Zertifikate. Die RIGK GmbH hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT eine auf den ISO-Normen 14040 und 14044 basierende CO2-Bilanz für vier Bring- bzw. Abholsysteme aufgestellt: das RIGK- und das RIGK-G-System für gebrauchte und restentleerte Kunststoffverpackungen nicht-schadstoffhaltiger bzw. schadstoffhaltiger Füllgüter, das PAMIRA-System für Verpackungen von Pflanzenschutzmitteln aus dem Agrarbereich sowie das RIGK-PICKUP-System für Abfüller und Vertreiber nicht-schadstoffhaltiger sowie schadstoffhaltiger Füllgüter.

Das Bezugssystem für die Berechnungen sind die jeweils tatsächlich verwerteten Mengen. Bilanziert wird mit einem Umlauf im Recyclingkreislauf. In die Saldi der Stoffstrom-Bilanzen gehen einerseits alle CO2-Emissionen ein, die beim Sammeln, auf dem Transport und beim stofflichen bzw. energetischen Verwerten der Kunststoffabfälle entstehen. Dem gegenüber stehen die jeweiligen Gutschriften aus der stofflichen Nutzung (eingespart wird die Herstellung des Primärgranulats) bzw. aus der gewonnen Energie, die aus der energetischen Verwertung resultiert. Aus der Ökobilanz ergibt sich eine durchschnittliche CO2-Einsparung über alle betrachteten Systeme von 1,07 Tonnen pro verwertete Tonne Kunststoffabfall. Die Gesamteinsparung entspricht den Treibhausgas-Emissionen, die von 571.465 Bäumen jedes Jahr in Europa gebunden werden.

Dazu RIGK-Geschäftsführer Markus Dambeck: „Die Treibhausgassalden der verschiedenen Stoffströme reichen von rund 100 kg bis maximal rund 1.400 kg eingespartem CO2 pro Tonne. Dabei erreichen wir mit dem RIGK-SYSTEM für Kunststoffverpackungen nicht-schadstoffhaltiger Füllgüter den höchsten Grad an stofflicher Nutzung und damit auch die höchsten Treibhausgaseinsparungen je Tonne Inputmaterial. Die jetzt ausgestellten Zertifikate berücksichtigen die für jeden Stoffstrom einzeln vorliegenden Bilanzen und weisen so den tatsächlichen Beitrag zur Treibhausgaseinsparung aus, den der jeweilige Kunde durch Nutzung der von RIGK bereitgestellten Rücknahmesysteme erreicht hat. Unabhängig von diesem absoluten Wert ist dieses Zertifikat zugleich ein Dank der RIGK und der Umwelt für das Erreichte und Ansporn für alle Beteiligten zur Erschließung bisher noch ungenutzter Potenziale auf dem Weg zur Green Economy.“

Die 1992 gegründete RIGK GmbH organisiert als zertifiziertes Fachunternehmen für Zeichennutzer (Abfüller, Vertreiber, Händler und Importeure) die Rücknahme gebrauchter, restentleerter Verpackungen und Kunststoffe von deren deutschen Kunden und führt sie einer sicheren und nachhaltigen Verwertung zu. Dabei gelten die Dienste des Unternehmens für industrielle und gewerbliche Verpackungen nicht-schadstoffhaltiger (RIGK-System) sowie schadstoffhaltiger Füllgüter (RIGK-G-System).

 Quelle: RIGK GmbH