Urban_Wins sucht strategische Pläne für städtische Abfallbehandlung

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Genua (Foto: © Wilfried Giesers /http://www.pixelio.de)

Wien — Urban_Wins steht für „Urban metabolism accounts for building Waste management Innovative Networks and Strategies“. Das Projekt wird vom EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 finanziert und startete im Sommer 2016. Es wird von der Stadt Cremona koordiniert und umfasst 27 Partner aus sechs Europäischen Ländern. Dazu gehören die italienische Statistikinsitution Istat, die renommierte Chalmers University in Schweden sowie das Europasekretaiat von ICLEI.

Das Projekt wird untersuchen, wie Städte Ressourcen und Produkte konsumieren und anfallenden Abfall beseitigen, um innovative Pläne und Lösungen zur verbesserten Abfallvermeidung und -wirtschaft zu entwickeln und zu testen. Diese strategischen Pläne sollen außerdem in acht europäischen Pilot-Städten erprobt werden. Bezogen auf verschiedene urbane Kontexte soll dadurch die städtische Umweltresilienz gesteigert sowie nachhaltigeres Produktions- und Konsumverhalten mit verbesserter Abfallaufbereitung und Materialrückgewinnung verbessert werden.

Urban_Wins wird basierend auf Material-Flow-Indikatoren einen Datensatz definieren, der in der Lage sein soll Entscheidungsprozesse zur urbanen Abfallvermeidung und -wirtschaft zu unterstützen und auszurichten. Dadurch verbessert sich das Wissen um die Einflussfaktoren auf den urbanen Metabolismus sowie das Verständnis, wie diese Faktoren in positive Treiber für Veränderung im technologischen, nicht-technologischen sowie Governance-Bereich umgewandelt werden können.

Die vom Konsortium erarbeiteten Daten werden sich zudem auch darauf konzentrieren, wie effizientere Ressourcennutzung und eine bessere Abfallwirtschaft urbane Lebensqualität und das Wohl der Bürger verbessern – Schlüsselpunkte für die Einbeziehung urbaner Stakeholder in Planung und Implementierung von Maßnahmen. Das Projekt vereint diverse Akteure wie Städte, Forschungsinstitute und Universitäten, Umwelt-NGOs, Unternehmen im Bereich IT&C, technologischer Innovation und Abfallwirtschaft sowie professionelle Verbände als Vertreter unterschiedlicher EU-Regionen, Sektoren und Regierungsebenen.

Die komplexe Partnerschaft garantiert, dass Fortschritte in EU-Forschung im Bezug auf urbanen Metabolismus und Abfallwirtschaftstrategien direkt mit Stakeholder-Engagement und gegenseitigem Lernen verbunden wird und damit zum Erreichen von Ressourceneffizienz- und Abfallwirtschaftszielen beiträgt. Fußend auf den Datensätzen und Erfahrungen von 24 Städten in sechs EU-Ländern werden Urban_Wins-Analysewerkzeuge gebaut werden. Strategische Pläne sollen von acht Städten erprobt werden und dabei regulatorische Maßnahmen, Bildungsinitiativen und sektorspezifische Maßnahmen umfassen.

Quelle: SERI – Nachhaltigkeitsforschungs und –kommunikations GmbH