ARGE Österr. Abfallwirtschaftsverbände: Neue Vereinsstatuten, neues Präsidium

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Neues ARGE-Präsidium (v.l.): Dr. Johann Mayr, Wolfgang Neubauer, Josef Moser und Anton Kasser

Wien — Im Mai hat die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände ihre Statuten geändert und ein neues Präsidium bestellt. Danach ist der zügige Aufbau flächendeckender Entsorgungsstrukturen in allen Bundesländern, nach dem Prinzip der Entsorgungsautarkie, ist unabdingbare Voraussetzung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft und die Entsorgung der Siedlungsräume eine wichtige Aufgabe des vorsorgenden Umweltschutzes – und somit auch der Daseinsvorsorge. Die Abfallverbände müssen daher verstärkt mit den politischen Verantwortungsträgern reden, um die Entsorgungssicherheit, die Weiterentwicklung des Leistungsangebotes und die Ausgewogenheit zwischen Ökonomie und Ökologie zu gewährleisten.

Nach Ansicht der ARGE macht es die Internationalisierung der Abfallwirtschaft verstärkt notwendig, die kommunalen Interessen der Abfallwirtschaft professionell zu bündeln, frühzeitig die Interessen der Kommunen auch auf EU-Ebene einzubringen und den Liberalisierungstendenzen der Wirtschaft entgegenzuwirken – um im Interesse der Bürger die Kosten für Dienstleistungen von allgemeinem Interesse niedrig zu halten.

Diese Ziele verfolgt die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände konsequent, und erste Erfolge sind deulich erkennbar. „Wir wollen auch in den nächsten Jahren konstruktiv für die kommunale Seite der Abfallwirtschaft kämpfen und Sie durch regelmäßige Weitergabe von Information über die verschiedenen abfallwirtschaftlichen Themen – im Sinne von: voneinander Lernen und „best practice“ – auf dem Laufenden halten,“ formuliert Präsident Moser das „Credo“ der ARGE.

Laut Statut zählen zu den Aufgaben und Tätigkeitsfeldern der ARGE:

  1. die Förderung der gemeinsamen Arbeit im Bereich des Umweltschutzes insbesondere auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft
  2. die Förderung des Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Vereines
  3. die Förderung des Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Interessensvertretungen, insbesondere dem österreichischen Gemeindebund und Städtebund, den Gebietskörperschaften, NGO’s und allen Interessierten zur Verbesserung der österreichweiten Abfallwirtschaft
  4. die Unterstützung der Mitgliedsverbände und der gesetzlichen Interessensvertretungen bei Verhandlungen mit Dritten, soweit dies von jenen beauftragt wird.

Die Vorstandswahlen führten zu folgenden Nominierungen: Der Vorsitzende des BAV Rohrbach und Obmann des OÖ Landesabfallwirtschaftsverbandes Bgm. aD. Ing. Josef Moser wurde zum Präsident gewählt, der Präsident der NÖ Umweltverbände, LAbg. Bgm. Anton Kasser, und der Obmann des Dachverbandes steierischer Abfallwirtschaftsverbände, Bgm. Mag. Ing. Wolfgang Neubauer, zu Vizepräsidenten. Zum Bundeskoordinator wurde wiederum Dr. Johann Mayr bestellt. Der Vereinssitz wurde von Linz nach Wien verlegt.

Quelle: APA-OTS / ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände