Das “Problem Plastikmüll“ besteht nicht nur aus Einkaufs-Tüten

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Kunststofftüten (Foto: Kroll / Recyclingportal)

Arco, Südtirol, Italien — Ein Leben ohne Plastiktüten: Ruanda und Bangladesch machen es vor, die Europäische Union will nun endlich nachziehen. Allein in Deutschland sollen pro Jahr 6,1 Milliarden Plastiktüten in Benutzung sein. Doch ein genauerer Blick in deutsche Supermärkte zeigt: Plastikbeutel machen nur einen Bruchteil des „Problems Plastikmüll“ aus: hinzu kommen eingeschweißtes Obst und Gemüse, Joghurtbecher, Plastikflaschen. Auch viele Textilien bestehen zumeist noch immer aus nicht recycelbaren Nylon und Mischfasern.

Dabei gibt es bereits jetzt viele Alternativen mit denen jeder seinen Plastikverbrauch reduzieren und ein weltweites Umdenken einleiten kann. Die Firma Aquafil, Initiator des Econyl® Garns, zeigt alternative Produkte, für die keine Neuproduktion von Plastik nötig ist.

Keine Plastikverpackung mehr

Anbieter wie Original Unverpackt oder Monomeer machen es vor: Der Einkauf von Produkten des täglichen Lebens ist auch offline und online ohne Plastik möglich. So kommen beispielsweise neben Kosmetikprodukten wie Shampoo oder Gesichtscreme, die zudem aus umweltverträglichen Inhaltsstoffen hergestellt werden, auch Lebensmittel oder Naschzeug nicht in die Plastiktasche, sondern wandern stattdessen in Glasbehälter oder Papiertüten. Obst und Gemüse sollte frisch und, wenn überhaupt, in Papier eingewickelt seinen Weg in die Küche finden. Auch in gut sortierten (Bio-) Supermärkten, beim Händler um die Ecke, auf dem Wochenmarkt oder aus der regionalen Bio-Kiste wandert nur plastikfreie Ware über die Theke.

Coffee to Go dank Thermobecher

Mittlerweile gehören Passanten mit einem Kaffeebecher in der Hand zum Stadtbild dazu. Leider schadet dies der Umwelt, denn die Becher sind innen mit einer dünnen Plastikschicht verbunden, die den Becher zum Sondermüll machen. Denn weder das Papier noch das Plastik können separat recycelt werden. Mit der Zeit wird der tägliche Kaffee auch richtig teuer. Um Geld zu sparen sind beispielsweise Thermo-Becher zum Mitnehmen eine gute Alternative. Auch wird es für den Konsumenten mit der Zeit richtig teuer. Um Geld zu sparen und trotzdem trendy zu sein, sind Thermo-Becher zum Mitnehmen eine gute Alternative. So bleibt das schwarze Gold außerdem noch länger heiß.

Frischhalteboxen aus Edelstahl

War vor lauter Arbeit wieder keine Zeit zum Vorkochen für die Mittagspause, wird schnell beim Lieblingsrestaurant um die Ecke etwas zum Mitnehmen bestellt. Dabei stapeln sich allerdings auf dem Tisch schnell wieder Styroporverpackungen, Plastikbesteck und -tüten. Dabei gibt es auch hier plastikfreie Alternativen. Frei nach dem Motto „Just taste, no waste“ bieten sogenannte Tiffin-Boxen aus schadstofffreiem Edelstahl eine nachhaltige Alternative zu Take-Away-Verpackungen. Dadurch kann jeder in seinem Lieblingsrestaurant oder beim Imbiss um die Ecke sein Essen „müllfrei“ mitnehmen.

Einkaufstüten – Kein Knistern an der Kasse

Das Thema Plastiktüte ist mittlerweile in aller Munde, ein Verbot (hoffentlich) nur noch eine Frage der Zeit. Große Supermarkt-Ketten verzichten künftig darauf, Plastiktüten in ihren Märkten zu verkaufen und verkaufen den Bestand nur noch ab. Die besten Alternativen sind Jute- oder Stofftaschen. Sie sehen nicht nur cool aus, sondern sind auch viel belastbarer und wiederverwendbar. Kommt es doch einmal vor, dass diese nicht zur Hand sind, am besten zur Papiertüte greifen und diese ebenfalls mehrfach verwenden.

Wie früher: Weißes aus der Flasche

Auch wenn der gute alte Milchmann fast nur noch aus Erzählungen bekannt ist und Joghurt im Plastikbecher sowie Milch aus dem Karton für viele nicht mehr aus dem Kühlschrank wegzudenken sind: der Kauf von Milchprodukten in Mehrweg-Gläsern und Flaschen ist auch heutzutage umsetzbar. Dabei sollte allerdings auf eine regionale Herstellung geachtet werden, denn kurze Transportwege sind gerade bei Glasflaschen wichtig für eine gute Ökobilanz.

Nachhaltige Textilien

Nylon gehört auch in der Modewelt seit Jahren zu einem festen Bestandteil in der Herstellung von Textilien, gleichzeitig allerdings auch zu einem der Produkte, die nicht recycelt werden können. Jedes Stück Nylon findet also unweigerlich den Weg zur Mülldeponie, sobald es abgetragen ist. Doch auch hier gibt es mittlerweile Alternativen: Modehersteller wie Jan’n Jun oder Kunert zeigen, dass Mode auch nachhaltig sein kann. Sie bringen Kollektionen auf den Markt, die mit dem 100 Prozent recyclingfähigen Econyl-Garn hergestellt werden. Das Besondere daran: Es wird aus recycelten Wertstoffen in alten Teppichen, Textilien oder Fischernetzen gewonnen und zu hochwertigem Garn verarbeitet, das wiederverwertbar ist und einen unendlichen Lebenszyklus aufweist.

Quelle: Aquafil S.p.A.