BDE: Händler kommen Registrierungs-Verpflichtung laut ElektroG nicht nach

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Lampen (Foto: Kroll / Recyclingportal.eu)

Berlin — Vor wenigen Tagen wurde mit dem ElektroG eine Verpflichtung der Vertreiber zur Rücknahme von Elektroaltgeräten eingeführt. Doch nach Einschätzung des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. haben zahlreiche Händler ihre Verpflichtung zur Registrierung bei der Stiftung Elektro-Altgeräte Register bisher nicht erfüllt. Sie entziehen sich damit der Überprüfung von Mengenmeldungen. Dieser Entwicklung kann nur mit einem wirksamen Vollzug begegnet werden. Ohne eine Verbesserung der Transparenz von Rücknahme- und Verwertungswegen werden weiterhin große Mengen an Elektroaltgeräten in dunkle Kanäle verschwinden.

BDE-Präsident Peter Kurth: „Der BDE fordert die zuständigen Behörden auf, den Vollzug der Rücknameverpflichtung wirksamer und gezielter anzugehen. So kann eine Benachteiligung derjenigen Vertreiber, die ihrer Rücknahmeverpflichtung ordnungsgemäß nachkommen, vermieden und die ökologischen und ökonomischen Ziele der Gesetzgebung erreicht werden.“

Um die von der Europäischen Union vorgegebenen Sammelquoten erreichen zu können, müssen alle an der Erfassung und Behandlung Beteiligten ihrer Verantwortung gerecht werden. Deutschland droht, seine im internationalen Vergleich vorbildliche Stellung im Elektrorecycling zu verspielen, befürchtet der BDE. Während andere europäische Länder aktiv Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Steigerung von Rücknahmemengen schaffen, sei es in Deutschland bisher nicht gelungen, über die Absicherung der Mengenströme die Grundlagen für eine Ausweitung von Investitionen in Behandlungstechnik zu schaffen.

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.