DERA legt Kurzbericht über mineralische Rohstoffe für die Energiewende vor

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Tagebau in Indien (Foto: © Burghard Mohren/http://www.pixelio.de)

Hannover — Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat im neuen Kurzbericht „Mineralische Rohstoffe für die Energiewende“ (Commodity TopNews, Ausgabe 50) Fakten zum spezifischen Rohstoffbedarf für Erneuerbare-Energietechnologien sowie die damit verbundenen Herausforderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten zusammengestellt.

Für die Bereitstellung Erneuerbarer-Energietechnologien, wie z. B. Windkraftanlagen oder Photovoltaik, sind mineralische Rohstoffe von großer Bedeutung. Eine sichere und nachhaltige Versorgung mit diesen Rohstoffen trägt zum Gelingen der Energiewende bei.

Der prognostizierte erhöhte Bedarf von spezifischen Rohstoffen für diese Technologien und die hohe Angebotskonzentration auf wenige Produktionsländer können bei vielen dieser Rohstoffe allerdings zu erhöhten Lieferrisiken führen. Der Ausbau der Erneuerbaren-Energietechnologien kann insbesondere die Situation bei Rohstoffen mit kleinen Märkten, wie z. B. Indium, Gallium, Tellur und schwere Seltene Erden, stärker beeinflussen. Ein solcher Nachfrageimpuls würde zu einem erhöhten Bedarf an zusätzlichen Produktionskapazitäten führen – mit kurz- bis mittelfristigen Folgen auch für die Preisentwicklung.

So lagen die Weltproduktion von Indium im Jahr 2013 bei 790 t und der Bedarf nur für Dünnschichtsolarzellen bei bis zu 103 t. Die Produktion von Indium ist stark konzentriert, über 50 Prozent stammen aus China. Von dem Metall Tellur werden jährlich um 500 bis 600 t produziert, etwa die Hälfte davon geht in die Herstellung von Dünnschichtmodulen.

Der Kurzbericht „Mineralische Rohstoffe für die Energiewende“ kann unter deutsche-rohstoffagentur.de heruntergeladen werden.

Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe