Geschätztes 78 Mio. Tonnen Abfall-Aufkommen an Solar-PV-Modulen bis 2050

577
Ausschnitt aus Titelblatt der Studie (Quelle: IRENA / PVPS / IEA)

Augsburg — Eine neue Studie zeigt, dass durch Recycling oder Wiederverwendung von Solar-PV-Modulen am Ende ihrer rund 30-jährigen Lebensdauer ein großer Bestand an Rohstoffen und anderen wertvollen Komponenten erschlossen werden kann. Schätzungen zufolge könnte sich das Abfallaufkommen, grösstenteils aus Glas bestehend, auf bis zu 78 Mio. Tonnen bis zum Jahre 2050 belaufen.

Werden diese Abfälle so weit wie möglich wieder in die Wirtschaft eingebracht, könnte der Wert der wiederverwendeten Materialien bis 2050 bei weit über 15 Mrd. US-Dollar liegen. Durch diesen potenziellen Materialzufluss könnten 2 Mrd. neue Module (entspricht einer neuen Erzeugungskapazität von 630 GW) produziert oder wieder auf den weltweiten Rohstoffmärkten verkauft werden.

Dies steigert die Sicherheit des künftigen Angebots an PV- oder anderen rohstoffabhängigen Produkten.

„End-of-life Management Solar Photovoltaic Panels“ wurde veröffentlicht von der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) und dem Photovoltaik-Programm (PVPS) der Internationalen Energieagentur (IEA). Das bifa Umweltinstitut hat an dieser weltweit ersten Prognose zum Abfallaufkommen durch PV-Module (bis 2050) mitgewirkt.

Die Studie „End-of-life Management Solar Photovoltaic Panels“ kann kostenfrei unter bifa.de(1) heruntergeladen werden. Eine Zusammenfassung der Studie ist unter bifa.de(2) erhältlich.

Quelle: bifa Umweltinstitut GmbH