Bayerisches Umweltministerium fördert innovativen Kläranlagen-Ausbau

470
Klärschlamm-Behandlung (Foto: VKU)

München – „Mit der neuen innovativen Erweiterung der Kläranlage in Weißenburg zeigen wir einen Weg auf, wie die Reinigungsleistung von Kläranlagen weiter erheblich gesteigert werden kann“, betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf Ende letzter Woche anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids an die Stadt Weißenburg.

Bei der Kläranlage in Weißenburg wird bayernweit erstmals eine großtechnische vierte Reinigungsstufe installiert. Damit wird die Reinigungsleistung für bestimmte Mikroverunreinigungen – wie beispielsweise Arzneimittelrückstände – erheblich verbessert. Anfang September soll der Spatenstich für das Pilotprojekt erfolgen. Sie soll im Frühjahr 2017 ihren Betrieb aufnehmen. Das Bayerische Umweltministerium fördert die Errichtung der neuen Technologie mit rund 2,3 Millionen Euro.

Jedes Jahr fallen in Bayerns Gemeinden rund 1,8 Milliarden Kubikmeter Abwasser an. Das entspricht in etwa dem Volumen des Ammersees. Bayern setzt auf eine stufenweise Erforschung und Einführung der neuen Technik in den bayerischen Kläranlagen, um die Reinigung des Abwassers stetig weiter zu verbessern. Das Projekt wird durch eine umfassende wissenschaftliche Begleitung unterstützt, die der Freistaat finanziert. Dabei werden auch die Auswirkungen der verbesserten Reinigungsleistung auf Gewässer untersucht.

Die öffentliche Abwasserentsorgung ist ein großes Erfolgskapitel bayerischer Umweltpolitik. Rund 97 Prozent der Bevölkerung in Bayern sind heute an kommunale Abwasseranlagen angeschlossen. Um den heutigen Stand der Abwasserentsorgung zu erreichen, wurden in Bayern bisher insgesamt 35 Milliarden Euro von den Städten und Gemeinden investiert. Der Freistaat hat hierzu rund 9 Milliarden Euro an Fördermitteln beigesteuert. Mit den neuen Förderrichtlinien werden auch Sanierungsmaßnahmen gefördert, wenn ansonsten unzumutbare Härten entstehen würden.

Weitere technische Details sind unter wwa-an.bayern.de erhältlich.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz