13 Prozent mehr: 2014 bereitete Sachsen-Anhalt 2,6 Mio. t Bauabfälle in 2014 auf

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Bauschuttdeponie (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Halle (Saale) — Nach der alle zwei Jahre durchgeführten Erhebung über die Aufbereitung und Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen wurden im Jahr 2014 in Sachsen-Anhalt 2,638 Mio. Tonnen Abfälle in Bauschutt-Aufbereitungsanlagen eingesetzt. Damit wurden in den 77 Anlagen 303.000 Tonnen bzw. 13 Prozent Abfälle mehr aufbereitet als im Jahr 2012.

Mit 1,377 Mio. Tonnen stammte gut die Hälfte (52 Prozent) aus der Abfallgruppe „Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik“, die vorwiegend beim Abriss von Gebäuden anfallen und 1,099 Mio. Tonnen (42 Prozent) aus der Abfallgruppe „Boden (einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten), Steine und Baggergut“. Weitere eingesetzte Abfälle waren z. B. Bitumengemische und teerhaltige Produkte aus dem Straßenaufbruch.

Die Aufbereitung und Sortierung von Bauabfällen dient einer möglichst umfangreichen Verwertung, mit dem Ziel diese Materialien im Stoffkreislauf zu belassen, Deponieraum zu schonen sowie mineralische Rohstoffe, wie Sand, Kies und Splitt, zu ersetzen. Aus den Bauabfällen wurden im Jahr 2014 von den Bauschutt-Aufbereitungsanlagen 2,631 Mio. Tonnen Sekundärrohstoffe gewonnen.

Darunter wurden 1,695 Mio. Tonnen (64 Prozent) im Straßen- und Wegebau eingesetzt, 460.000 Tonnen (17 Prozent) wurden beim Deponiebau, Bau von Sportplätzen oder für Lärmschutzwände verwendet und 432.000 Tonnen (16 Prozent) dienten dem sonstigen Erdbau, z. B. Verfüllung. Während der Aufbereitung fielen 6.744 Tonnen Eisenschrott an, der einer weiteren Entsorgung zugeführt wurde.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt