Forschergruppe untersucht Herstellung und Recycling von Leichtbaumaterialien

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Laboranalyse (Foto: © Michael Bührke / http://www.pixelio.de)

Potsdam-Golm — Der Forschungsbereich PYCO am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung und die TH Wildau bauen gemeinsam eine Forschungsgruppe und die Forschungsprofessur auf. Schwerpunkte der Kooperation sind effizientere Herstellungsverfahren von Leichtbaumaterialien sowie deren Recycling, Wiederverwertung und Reparatur, z. B. für die Luft-und Raumfahrt, die Automobilindustrie oder Windkraftanlagen.

Leichtbau ist neben Industrie 4.0 und Elektromobilität eines der wichtigen Zukunftsthemen, die die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hat. Um branchenübergreifend die material- und technologieoffene Industrialisierung von Leichtbaukonzepten zu fördern, setzt das Cluster Kunststoffe und Chemie des Landes Brandenburg darauf einen Schwerpunkt. Eine seiner Kernmaßnahmen im Handlungsfeld Leichtbau / Verbundwerkstoffe ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für energie- und ressourceneffizienten Leichtbau am Standort Wildau unter der Federführung des Forschungsbereichs PYCO des Fraunhofer IAP.

»Die Kooperation mit der TH Wildau und der ortsansässigen sowie regional verankerten Industrie unterstützen das vom Forschungsbereich PYCO geplante Kompetenzzentrum für energie- und ressourceneffizienten Leichtbau« erklärt Prof. Alexander Böker, Leiter des Fraunhofer IAP. Gemeinsam mit dem PYCO-Leiter Dr. Christian Dreyer und Prof. Michael Herzog, Professor für das Fachgebiet Materialtechnik / Materialanalytik an der TH Wildau, empfing er Frau Dr. Raatz im Wildauer Teil des Fraunhofer IAP. »Das Kompetenzzentrum wird eine Art One-Stop-Shop für Leichtbautechnologien. Es soll wissenschaftliche Leichtbaupotenziale bündeln, als Multiplikator für Industrie wirken und Verbundforschungsprojekte initiieren«, so Böker.

Die neue Forschungsgruppe „Thermosets im Leichtbau“ unter der kommissarischen Leitung von Herrn Prof. Dr. Michael Herzog soll die Kooperation zwischen Fachhochschule und PYCO intensivieren und Synergieeffekte durch die gegenseitige Nutzung der sich ergänzenden Ausstattung und des jeweiligen Know-hows schaffen. Insbesondere die Aktivitäten zu effizienteren Herstellungsverfahren von Leichtbaumaterialien sollen ausgebaut werden. Die Gruppe wird in den beiden Technika von PYCO in Nachbarschaft zur TH Wildau aufgebaut werden.

Die Forschungsgruppe besteht momentan aus drei Mitarbeitern und wird über das „Kooperationsprogramm Fachhochschule“ der Fraunhofer-Gesellschaft mit 1 Million Euro anschubfinanziert. Die Gruppe wird seit Ende 2015 aufgebaut und soll sich nach Auslaufen der Förderung entsprechend dem Fraunhofer-Modell selbst finanzieren und wachsen.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP