Japan: Chancen für ausländische Umwelttechnologie-Anbieter in Nischen

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Tokio (Foto: Pixabay)

Tokio, Japan — Die Abfallwirtschaft in Japan ist zwar ausgereift, bietet aber für die Zukunft dennoch Geschäftspotenzial. Wachsende Herausforderungen lassen Nischen für neue Technologien entstehen, etwa im Bereich der Energiegewinnung. Hier könnten ausländische Unternehmen ihr Know-how gewinnbringend einsetzen, benötigen aber in der Regel einen lokalen Partner, meldet Germany Trade & Invest.

In der Abfallbehandlung spielt Müllverbrennung mit Abstand die größte Rolle. Die Reduzierung des Müllvolumens hat hohe Priorität und die Flächen für Mülldeponien sind begrenzt. Der Trend der letzten Jahre geht dahin, dass die Anzahl der Verbrennungsanlagen sinkt, jedoch die Kapazitäten gleichzeitig leicht ausgebaut werden. Somit besteht hoher Modernisierungsbedarf bei veralteten Müllverbrennungsanlagen sowie Deponien, die sich ihren Kapazitätsgrenzen nähern.

Die Branche ist auf der Entsorgungsseite unübersichtlich. Nur wenige große Unternehmen sind im Abfallsektor zu finden. Kleinere Firmen agieren entweder aus privater Initiative heraus, bisweilen auch im Rahmen von Public-Private-Partnerships (PPP)-Vorhaben. Insgesamt sind laut der Außenhandelsfördergesellschaft Jetro mehr als 20.000 Firmen in dem Bereich aktiv. Davon beschäftigen 60 Prozent weniger als zehn Mitarbeiter.

Quelle: Germany Trade & Invest.