Recylex Gruppe 2015: Laufender Betriebs-Verlust, Fortführungsplan abgeschlossen

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Die finanzielle Leistung der Recylex Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2015 verschlechtert: Im zweiten Halbjahr 2015 verzeichnete das Unternehmen einen laufenden Betriebsverlust von 19,2 Millionen Euro aufgrund von Wartungsstillständen und starker Korrektur der Blei- und Zinkpreise. Der Nettoverlust beträgt 39,4 Millionen Euro aufgrund der zusätzlichen Wertminderung der Vermögenswerte. Allerdings wurde der Fortführungsplan im Dezember 2015 mit der Zahlung von nahezu 58 Millionen Euro über 10 Jahre erfolgreich abgeschlossen.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, erklärte: „In einem besonders schwierigen Umfeld aufgrund der hohen Volatilität und der deutlichen Korrektur der Metallpreise im Jahr 2015 hat Recylex ihre Anstrengungen zur Optimierung ihres Bedarfs an Betriebsmitteln über ihre selektive Beschaffungspolitik und ein effizientes Cash- Management fortgesetzt. Obwohl sichtbare Ergebnisse erzielt wurden, reichten diese nicht aus, um den starken Rückgang der Blei- und Zinkpreise im zweiten Halbjahr 2015 sowie die Auswirkungen der im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten Wartungsstillstände zu kompensieren. In diesem Umfeld hat die Gruppe einen bedeutenden Betriebsverlust verzeichnet.“

Und er fügte hinzu: „ Die Strategie bleibt daher in erster Linie auf die Rückkehr zu einer nachhaltigen Rentabilität ausgerichtet, die mit einer neuen Industrieanlage im Geschäftsbereich Blei erzielt werden soll. Aus diesen Gründen hat die Gruppe ihre Vermögenswerte erneut geprüft und Wertminderungen beschlossen, die sich negativ auf das Nettoergebnis ausgewirkt haben. Recylex ist es trotz des unfreundlichen Umfelds gelungen, ihren Fortführungsplan abzuschließen. Diese Leistung ist und bleibt einmalig, da seit 2005 ein langer und steiniger Weg zurückgelegt wurde. Die Teams der Gruppe sind fest entschlossen, die Sanierung des Unternehmens weiterzuführen.“

Besonders hohe Volatilität bei Blei und Zinkpreisen

Zwischen dem 2. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2015 verzeichnete der Bleipreis einen Anstieg von 8 Prozent, während der Zinkpreis 19 Prozent einbüßte. Bei beiden Metallen war die Preisentwicklung im Verlauf des Jahres durch eine besonders hohe Volatilität geprägt, wobei sich die Kurse im zweiten Halbjahr 2015 stark verschlechterten. So sank der Zinkpreis Ende 2015 auf den tiefsten Stand seit 2009. Hinzu kam der €/US-$-Wechselkurs, der zwischen dem 2. Januar und dem 31. Dezember 2015 von 1.2039 auf 1.0883 sank, was einem Rückgang von 10 Prozent entspricht.

Dennoch lag der durchschnittliche Bleipreis im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Durchschnitt von 2014 um 2 Prozent höher, während der durchschnittliche Zinkpreis im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum einen Anstieg von 6 Prozent verbuchte.

Wartungsstillstände und Preiseinbrüche

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die Gruppe einen Konzernumsatz von 385,4 Millionen Euro und lag damit 9 Prozent unter dem Umsatzausweis des Geschäftsjahres 2014.

Für 2015 ergab sich ein laufender Betriebsverlust (IFRS) von 19,2 Millionen Euro (gegenüber einem Verlust von 13,3 Millionen Euro im Jahr 2014). Dieser ist vor allem auf den Betriebsverlust im Geschäftsbereich Blei, auf die Auswirkungen der großen Wartungsstillstände in den Geschäftsbereichen Blei und Zink sowie auf den massiven Einbruch der Blei- und Zinkpreise im zweiten Halbjahr 2015 zurückzuführen, nachdem im ersten Halbjahr noch eine zuversichtlich stimmende Entwicklung festgestellt wurde.

Dank der selektiven Beschaffungspolitik der Gruppe konnte 2015 die Leistung im Bereich der Verwertung von Altbatterien gegenüber 2014 um 4,1 Millionen Euro verbessert werden. Dennoch war diese Margenverbesserung nicht ausreichend, um die Ausgaben in Zusammenhang mit dem Wartungsstillstand der Bleihütte in Nordenham im Geschäftsjahr 2015 und den damit zusammenhängenden fehlenden Volumen (insgesamt 5 Millionen Euro, kein Wartungsstillstand im Jahr 2014) zu kompensieren.

Prioritäten für 2016

Für 2016 plant die Recylex-Gruppe, die Bedingungen für die Bereitstellung des Darlehens für die deutschen Tochtergesellschaften aufzuheben und fortgesetzte Anstrengungen zur Wiederherstellung der Rentabilität und zur Optimierung des Cash-Managements zu unternehmen.

Quelle: Recylex-Gruppe