EEG 2016: Altholzbranche wartet auf Bundestagsentscheidung

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Quelle: BAV

Berlin — In den kommenden zwei Wochen vor der Bundestagsentscheidung aktiv werden und für das Marktintegrationsmodell werben: So lautete der Appell von Dieter Uffmann an die Teilnehmer des 2. Treffens der Betreiber von Altholzkraftwerken am 23. Juni 2016 in Eisenach. Nach Ansicht von Dieter Uffmann, dem 1. Vorsitzenden des Bundesverbands der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. (BAV), stünden die Chancen 50:50, da sich wichtige Entscheider der großen Koalition mittlerweile für eine Übergangslösung aussprechen würden.

Christian Grundner, BAV Fachausschussvorsitzender energetische Verwertung, präsentierte den BAV-Vorschlag und diskutierte mit den versammelten Branchenvertretern Fragen zum Marktintegrationsmodell. Er unterstrich das Ziel, den Altholzkraftwerken einen geordneten Marktaustritt aus dem EEG zu ermöglichen. Ohne eine Übergangslösung bis 2026 bestünde die Gefahr von erblichen Marktverwerfungen und eines drastischen Entsorgungsnotstands für Altholz.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung skizzierte Simon Obert, Geschäftsführer des BAV, die intensive politische Arbeit des Verbandes in den vergangenen Monaten. Er erläuterte, wie das BAV-Team trotz schwieriger Voraussetzungen mit guten Argumenten wichtige Zwischenetappen erreicht habe. Das Thema Altholz fände nun in der politischen Diskussion im Deutschen Bundestag statt.

Ob das Werben der vergangenen Monate Früchte trägt, wird sich am 8. Juli 2016 im Deutschen Bundestag entscheiden.

Quelle: Bundesverbands der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. (BAV)