Mehr Klarheit durch freiwillige Einweg-Kennzeichnung auf Getränkeverpackungen

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Dosen (Foto: ©Grey59 /http://www.pixelio.de)

Berlin — Getränke-Industrie und Handel haben gestern in Berlin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eine Initiative zur freiwilligen zusätzlichen Kennzeichnung von gesetzlich bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen vorgestellt. Über 40 namhafte Unternehmen der beteiligten Branchen haben sich bereits zum Start der Empfehlung der Wirtschaftsverbände angeschlossen und werden die erweiterte Kennzeichnung bei ihren Verpackungen schrittweise umsetzen. Damit wird zukünftig bei einer großen Zahl von Getränkeverpackungen eine einheitliche, erweiterte Verbraucherinformation sichergestellt.

Im Rahmen der Verbände-Initiative werden die beteiligten Unternehmen die drei zusätzlichen Informationen „Einweg“, „Pfand“ sowie die Angabe der Pfandhöhe (0,25 EUR) auf Etiketten von gesetzlich bepfandeten Flaschen und Dosen anbringen. Eine flächendeckende Umstellung der Kennzeichnung durch die Unternehmen ist bis Ende 2017 geplant. Schon heute kennzeichnet das DPG-Logo – das Pfandlogo der Deutschen Pfandsystem-Gesellschaft (DPG) – in Deutschland rechtskonform vertriebene pfandpflichtige Einweg-Getränkeverpackungen. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Transparenz für Konsumenten durch die zusätzlichen Angaben zu erhöhen.

Bereits zum Start setzt die Initiative auf eine sehr hohe Marktrelevanz. Die aktive Teilnahme marktbedeutender Unternehmen soll zu einer Einbeziehung von ca. 84 Prozent des Marktvolumens an pflichtbepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen führn.

Die Teilnahme an der Verbände-Initiative ist freiwillig und steht allen Unternehmen offen, sofern eine entsprechende förmliche Erklärung gegenüber einem der Trägerverbände abgegeben wird. Getragen wird die Initiative von der Arbeitsgemeinschaft konsumenten- und ökologieorientierter Getränkeverpackungen e.V. (AKÖG), dem Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ), der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE), dem Deutschen Brauer-Bund e.V. (DBB), dem Handelsverband Deutschland e.V. (HDE) und der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg).

Dazu erklärten die Verbraucherschutzbeauftragte, Mechthild Heil, sowie der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz, Thomas Gebhart: „Die Neuregelung schafft für den Verbraucher beim Getränkekauf endlich mehr Transparenz. Bislang war es beim Einkauf oft verwirrend, ob es sich bei der Flasche, Dose oder dem Karton um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelte. Durch die eindeutige Kennzeichnung ‚Einweg‘ sowie dem jeweiligen Pfandbetrag hat der Kunde Klarheit und kann sich künftig bewusster für den Kauf von Ein- oder Mehrwegverpackungen entscheiden.“ Die Einweg-Kennzeichnung von Getränkeverpackungen soll dazu beitragen, die seit Jahren sinkende Quote von Mehrwegverpackungen wieder zu heben.

Einzelheiten zur Kennzeichnung und eine Liste der teilnehmenden Unternehmen sind unter einzelhandel.de erhältlich.

Quelle: Handelsverband Deutschland – HDE e.V.