Metal Eco City: ZhongDe Metal Group ist neues Mitglied von B.A.U.M.

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Modernisiert: Die Metal Eco City in Jieyang (Foto: ZhongDe Metal Group GmbH)

Stuttgart — Für Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Metal Eco City: Die ZhongDe Metal Group GmbH ist neues Mitglied des „Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V.“ (B.A.U.M.). Im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Mittelstandskonferenz überreichte Sven Jösting, Repräsentant der Umweltorganisation B.A.U.M, Wu Kedong, Präsident des Verbands der Metallunternehmer Jieyang, die offizielle Mitgliedsurkunde.

B.A.U.M. verbindet seit 1984 erfolgreich und zukunftsorientiert ökonomische, ökologische und soziale Fragen – die Prinzipien der Nachhaltigkeit – miteinander. Heute ist die Umweltorganisation mit weit mehr als 500 Mitgliedern das größte Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften in Europa. Die Mitglieder verpflichten sich, den Kodex für umweltbewusste Unternehmensführung in die Praxis umzusetzen.

Die Metal Eco City befindet sich im Norden der Millionenstadt Jieyang und erstreckt sich über eine Fläche von 25 Quadratkilometer. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 21 Milliarden Euro. Betreiber, Entwickler und Investor ist die ZhongDe Metal Group Co., Ltd. Hinter der MEC stehen 700 chinesische Metallunternehmen. Sie ist der erste Industriepark Chinas, der von Unternehmern initiiert wurde und von einem deutschen Management begleitet wird.

„Für uns ist die Mitgliedschaft eine logische Konsequenz der umweltbewussten Strategie, die wir in der Metal Eco City verfolgen“, erklärt Mike de Vries, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZhongDe Metal Group GmbH. „Das immense Wachstum des Industriestandortes Jieyang hat in den letzten 30 Jahren Spuren hinterlassen – die MEC steht daher im Mittelpunkt eines umfassenden Modernisierungsprozesses, der den Fokus auf umweltbewusste Produktion legt. Die Behandlung von galvanischen Abwässern gehört hier ebenso dazu wie die Energieeffizienz und der Ressourcen schonende Einsatz von Rohstoffen sowie die Potenziale des Recyclings von Abfallstoffen bis hin zu Cradle-to-Cradle-Konzeptionen.“

Mehrere Pilotprojekte wurden bereits auf den Weg gebracht. So entsteht in Jieyang die erste „Grüne Kohle-Anlage“ Chinas. Mit dieser Technologie werden die im Abfallgemisch enthaltenen Wertstoffe gewonnen, die Schadstoffe separiert und der Rest zu Brennstoff verarbeitet – zu so genannter „Grüner Kohle“. Ein weiteres Beispiel ist das Pilotprojekt „Galvanische Abwässer“: Mit deutscher Technologie sollen die anfallenden Abwässer in der Metallindustrie vollständig und abwasserfrei recycelt werden. Auch hinsichtlich der Wasserqualität in den Flüssen wurde ein umfassendes Projekt angestoßen: Die Flüsse in Jieyang sollen sauber werden und damit die Qualität des Trinkwassers steigen – die Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR), das Technologiezentrum Wasser (TZW) und die Stadt Jieyang arbeiten hier zusammen.

Eine umfassende Plattform für deutsche Umwelttechnologie ist im Entstehen. Die Plattform wird verschiedene Kompetenzbereiche verbinden – u.a. Abfall und Recycling, Alternative Energien, Luftreinigung, Ressourceneffizienz, Stromstoffmanagement sowie Trinkwasser- und Abwasseraufbereitung. „Mein Besuch in Jieyang hat mich sehr beeindruckt. Ich sehe, dass man in China im Umweltbereich die Chancen erkannt hat, Umweltbelastung vermeiden möchte und zukünftig in Richtung Nachhaltigkeit denkt“, fasst Sven Jösting seine Eindrücke in Jieyang zusammen.

Quelle: ZhongDe Metal Group GmbH