Für Engagement im Umweltschutz: B.A.U.M.-Umweltpreis an Reinhard Schneider

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Überreichnung der B.A.U.M. -Preisträgerurkunde an Reinhard Schneider Werner & Mertz (2. v. r.) (Foto: B.A.U.M. e.V.)

Mainz – Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter von Werner & Mertz und Begründer der „Initiative Frosch“, ist mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie „Kleine und mittelständische Unternehmen“ ausgezeichnet worden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks überreichte den Preis anlässlich der „Woche der Umwelt“ in Berlin.

Reinhard Schneider nahm die Preisträgerurkunde von Umweltministerin Barbara Hendricks und dem Vorstand von B.A.U.M. entgegen. Mit dem Preis würdigt die Jury Schneider für sein Engagement und den Beweis, dass Unternehmen umwelt- und klimaschonend und zugleich wirtschaftlich erfolgreich agieren können.

Für Reinhard Schneider ist Nachhaltigkeit nicht nur gelebte Firmentradition, sondern bedeutet auch Potenzial für ständige Verbesserungen und die Suche nach neuen Initiativen für ein nachhaltigeres Wirtschaften. Dabei setzt Schneider auf Kommunikation und Glaubwürdigkeit: „Nachhaltigkeit erlebbar machen – das ist unser Ziel. Es wird in Zukunft immer wichtiger werden, über das eigentliche Produkt hinaus Informationen über die generelle Herstellerphilosophie zu vermitteln, um Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu dokumentieren. Ein glaubhaftes Ökoprodukt kann nur von einem Unternehmen stammen, das Nachhaltigkeit konsequent in seinem Handeln umsetzt. Als Lenker eines Familienunternehmens mit einem längeren Planungshorizont als beispielsweisen einem börsennotierten Konzern kann man sicherlich andere Entscheidungen fällen, die dann im besten Fall eine Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie darstellen.“

Recyclat-Initiative ausgezeichnet

Im Rahmen der „Initiative Frosch“ rief Reinhard Schneider 2012 die „Recyclat-Initiative“ ins Leben, die auf dem Prinzip der open innovation basiert. Ziel der Initiative ist es, PET-Verpackungen in einem geschlossenen Kreislauf zu führen und auf PET-Abfall als Wertstoff aus der Sammlung Gelber Sack zurückzugreifen. Aktuell verzichtet das Werner & Mertz bei PET zu 100 Prozent auf neues erdölbasiertes Plastik und stellt PET-Verpackungen nur aus Altplastik her – und schon 20 Prozent der Verpackung basieren auf Plastik aus dem Gelben Sack. Verschiedene Auszeichnungen, darunter der internationale Cradle-to- Cradle Innovator Award, belegen den Nutzen und die Signalwirkung dieser Initiative für ein effektives Kunststoffrecycling.

Darüber hinaus entwickelte sich Werner & Mertz als Hersteller von Wasch-, Reinigungs- und Pflegeprodukten insbesondere mit der Marke Frosch seit 1986 zum führenden Anbieter ökologisch orientierter Reinigungsmittel. Bereits 1995 wurde der Verpackungshersteller Alpla auf dem eigenen Werksgelände angesiedelt, wodurch 1500 Lkw-Fahrten und 570 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Seine Umweltleistungen lässt das Unternehmen seit 2003 durch EMAS validieren, das Energiemanagement nach ISO 50001 seit dem Jahr 2013. Der Neubau der Hauptverwaltung 2010 wurde nach höchsten internationalen Maßstäben für nachhaltiges Bauen durchgeführt und mit LEED Platinum ausgezeichnet.

Umwelt-Engagement gewürdigt

Werner & Mertz setzt außerdem in den Rezepturen seiner Marke Frosch heimische Pflanzen ohne Konkurrenz zur Herstellung von Nahrungsmitteln als Rohstoffbasis für Tenside ein. Als Alternative zu palmkernölbasierten Tensiden bietet dies zahlreiche Vorteile insbesondere für den Schutz tropischen Regenwälder und der Biodiversität.

Auch über die Unternehmensgrenzen hinaus engagiert sich Reinhard Schneider mit seinen Mitarbeitern in verschiedenen Naturschutzprojekten und unterstützt kontinuierlich auch soziale Initiativen wie die Deutsche Tafel e.V. durch Produktspenden.

Der B.A.U.M.-Umweltpreis, mit dem der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) engagierte Einzelpersonen auszeichnet, wurde 1993 ins Leben gerufen. Er würdigt damit die Arbeit der Manager, die die Umwelt- und Nachhaltigkeitsphilosophie für das Unternehmen verantworten und vorantreiben. Ausgewählt werden die Preisträger von einer 25-köpfigen Jury, der Personen aus Politik, Wirtschaft und Bildung angehören.

Quelle: Werner & Mertz GmbH