VE-Statistik der DIHK belegt: Lizenzierte Mengen um 14 Prozent gestiegen

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Gelber Sack (Foto: ©Andreas-Morlok /http://www.pixelio.de)

Berlin — Die bei den dualen Systemen lizenzierte Tonnage zu entsorgender Verpackungen ist im Jahr 2015 um 14 Prozent gestiegen. Dies zeigt eine aktuelle Zwischenbilanz des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der das Register der Vollständigkeitserklärungen (VE) nach der Verpackungsverordnung führt.

Rund 5,4 Millionen Tonnen Verpackungen wurden demnach von den dualen Systemen unter Vertrag genommen – knapp 660.000 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Nach der Auswertung der bislang vorliegenden 3.288 Vollständigkeitserklärungen – etwa 90 Prozent aller zu erwartenden Hinterlegungen – zeichnet sich ab, dass die „Branchenlösung“ als Alternative zu den dualen Systemen weitgehend ausgedient hat.

So fiel der Anteil der über Branchenlösungen zu erfassenden Tonnage gegenüber 2014 von 14 Prozent aller Verpackungen auf gerade einmal 0,6 Prozent. Nur noch 27.000 Tonnen wurden jenseits der Lizenzierung über duale Systeme dem Recycling zugeführt.

Maßgeblich hierfür ist die zum 1. Januar 2015 in Kraft getretene Siebte Verpackungsnovelle, die Branchenlösungen strengeren Anforderungen unterworfen hat. Die Zwischenbilanz zeigt nach Ansicht der DIHK: Die Novelle wirkt.

Auch die Zahl der Lizenznehmer von dualen Systemen hat sich 2015 von 46.000 auf 51.000 erhöht. Dadurch verringerten sich die Kosten der Hinterlegung pro Unternehmen von 4,40 Euro (2014) auf etwa 3,88 Euro (2015). Dies zeigt, dass der Betrieb des VE-Registers in Selbstverwaltung der IHK-Organisation mit niedrigen Bürokratiekosten einhergeht.

Zur Hinterlegung einer VE verpflichtet sind nur solche Unternehmen, die größere Mengen Verpackungen in Verkehr bringen. 2014 waren dies knapp acht Prozent aller Lizenznehmer dualer Systeme.

Die VE-Statistik Zwischenbilanz 2015 kann unter dihk.de heruntergeladen werden.

Quelle: DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.