ARA: Österreichische Sammelmengen blieben 2015 konstant

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Quelle: Altstoff Recycling Austria AG (ARA)

Wien, Österreich — Die österreichischen Haushalte sammelten im Jahr 2015 insgesamt mehr als 1,06 Mio. t Verpackungen und Altpapier getrennt. Die Sammelmengen lagen damit auf dem Vorjahresniveau. Die Pro-Kopf-Sammelmenge an Verpackungen und Altpapier aus der getrennten Haushaltssammlung lag 2015 mit 115,4 kg etwas unter dem Vorjahreswert (116,5 kg). Spitzenreiter unter den österreichischen Bundesländern war erneut Vorarlberg mit 149,5 kg vor dem Burgenland (140,3 kg) und der Steiermark (133,9 kg). Ein Teil dieser Sammelmenge wurde von ARA und Austria Glas Recycling im Rahmen der Mitbenutzung für andere Sammel- und Verwertungssysteme erfasst.

2015 standen für die Sammlung der Verpackungen aus Haushalten mehr als 1,73 Mio. Behälter zur Verfügung, um rund 5 Prozent mehr als 2014. Die Zunahme entfiel vor allem auf die Sammlung von Papier- und Kunststoffverpackungen. Auch die Sammlung mit dem Gelben Sack wurde ausgebaut. Ende 2015 konnten bereits 1,55 Mio. Haushalte (2014: 1,54 Mio.) diese besonders bequeme Form der getrennten Verpackungssammlung nutzen.

Die Verschiebung der Marktanteile hat sich naturgemäß auch auf die Sammel- und Verwertungsmengen der ARA ausgewirkt. 2015 erfasste die ARA mit einem Marktanteil von über 80 Prozent insgesamt circa 761.000 t Verpackungen aus Haushalten, Gewerbe und Industrie und ersparte der Umwelt damit 600.000 t CO2. Von der Gesamtleistung konnten rund 732.000 t verwertet werden. Restmüll und Nichtverpackungen wurden davor aussortiert. 85 Prozent wurden als Sekundärrohstoffe recycliert, die übrigen Mengen als Ersatzbrennstoff thermisch verwertet.

Die Spitzenposition Österreichs im EU Verpackungsrecycling ist das Ergebnis der vorbildlichen Einstellung der Bevölkerung zur Mülltrennung. Die getrennte Sammlung von Verpackungen genießt bei den Österreicherinnen und Österreichern hohe Anerkennung: Nach einer aktuellen IMAS-Umfrage unter 500 KonsumentInnen im Auftrag der ARA finden 95 Prozent Mülltrennung sehr gut oder gut. Dass diese längst zum Alltag geworden ist, zeigt die Tatsache, dass immer weniger Personen die getrennte Sammlung als zusätzlichen Zeitaufwand empfinden (28 Prozent).

ARA Vorstand Christoph Scharff freut sich über die jüngste Bewertung des ARA Sammelsystems: „In der aktuellen IMAS-Umfrage erzielten wir das zweitbeste Ergebnis in den letzten 20 Jahren. Die Resultate bestätigen, dass unser heimisches System von Verpackungssammlung und -recycling breites Vertrauen findet. 92 Prozent der Befragten sind damit zufrieden oder sehr zufrieden. 76 Prozent der Befragten sehen die getrennte Entsorgung als selbstverständliche Notwendigkeit. Und auch wenn bereits 98 Prozent der Befragten angeben, getrennt zu sammeln, kümmern wir uns weiterhin um Bewusstseinsbildung und Motivation.“

Quelle: Altstoff Recycling Austria AG