IKB: Knappe Versorgung mit Altkupfer für die Recyclingproduktion

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Kupfermine (Foto: © Rainer Gräser / http://www.pixelio.de)

Düsseldorf – Die weltweite Kupferminenproduktion hat in den ersten beiden Monaten 2016 um ca. drei Prozent zugelegt. Die Kapazitätsauslastung der Kupferminen ist jedoch infolge der Erweiterung der globalen Kapazitäten um über ein Prozent gesunken. Die Raffinadeproduktion wurde um etwa vier Prozent angehoben, die Kapazitätsauslastung zog hier um fast zwei Prozent an. Der weltweite Verbrauch ist dagegen mit einem Zuwachs von fünf Prozent noch stärker angestiegen, meldet due IKB Deutsche Industriebank.

Träger war der Nachfragesprung in China, während die Verbräuche in Amerika und Afrika rückläufig und in Europa konstant waren. Im Gesamtjahr 2016 erwartet die IKB einen Zuwachs von rund drei Prozent. Nach den Angebotsdefiziten der Vorjahre könnte es 2016 zu einem kleinen Überschuss der Raffinadeproduktion kommen. Saisonbereinigt war der Markt allerdings in den beiden ersten Monaten 2016 nur ausbalanciert.

Die Kupfervorräte an der LME haben sich zuletzt seitwärts bewegt. Zum Monatsende lagen diese unter 152.000 t. Die Lagerbestände an der SHFE haben ihre um das chinesische Neujahrsfest erreichten Höchststände abgebaut und betragen nun rd. 221.000 t. Die Bestände der COMEX blieben stabil bei 61.000 t. Ein Großteil der Volumina dient der Absicherung von Finanztransaktionen. Die weltweiten Vorräte reichen für den Bedarf von knapp sieben Tagen. Die weiter anziehende Minenproduktion sollte die Versorgungslage jedoch verbessern. Allerdings kam es auch bei einigen Minen zu Produktionsunterbrechungen: in Codelco Chile sowie in der Demokratischen Republik Kongo, in der kurzfristige Produktionsstörungen auftraten. Die Versorgung mit Altkupfer für die Recyclingproduktion ist knapp. Engpässe für den Gesamtmarkt sieht die IKB nicht.

Der Kupferpreis bewegte sich im Verlauf des Mai 2016 weiter unter der Marke von 5.000 US-$ je Tonne. Trotz einer stabilen physische Nachfrage belastet den Markt wieder der Einfluss der investiven Nachfrager: Die Zahl der Handelskontrakte sank im Mai um fast ein Fünftel auf den niedrigsten Stand im laufenden Jahr. Die IKB erwartet temporäre Produktionskürzungen einiger wichtiger Produzenten, was in der zweiten Jahreshälfte den Markt stabilisieren sollte. Allerdings ist due IKB sehr skeptisch in Bezug auf eine mögliche Kapazitätsreduktion in China. Dagegen sprechen auch die zuletzt hohen Importe an Vormaterial. Bis Ende des dritten Quartals 2016 sieht die Industriebank ein Preisniveau von 4.900 US-$ je Tonne mit einem Band von 500 US-$ je Tonne um diese Marke.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank.