Neuer Leitfaden zum Enhanced Landfill Mining: Deponie-Rückbau kann sich lohnen

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Die beteiligten Institute und Unternehmen

Porta Westfalica, Heidelberg — Abfälle über Deponien zu entsorgen, war über viele Jahrzehnte gängige Praxis und dies in einem Zeitraum, in dem die Abfall- und Kreislaufwirtschaft noch weit von den heutigen Standards entfernt war. Entsprechend interessant sind Deponien als mögliche Rohstofflagerstätten, entsprechend wichtig kann ein Rückbau aber auch wegen mangelnder technischer Standards sein. Unter welchen Randbedingungen sich ein Rückbau lohnt und wie Abfallmassenströme verwertet werden können, zeigt jetzt ein Leitfaden, der in einem BMBF-Forschungsvorhaben erarbeitet wurde.

Dazu hatte sich 2012 eine Gruppe von Unternehmen und Forschungsinstituten zu einem Verbundprojekt namens TönsLM zusammengetan. Die Aufgabenstellung zur „Entwicklung innovativer Verfahren zur Rückgewinnung ausgewählter Ressourcen aus Siedlungsabfall- und Schlackedeponien“ wurde aufgrund der Aktualität des Themas „kritische Metalle“ gewählt. Vornehmliches Ziel war es, durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaftsunternehmen zu prüfen, unter welchen Randbedingungen ein ressourcenorientiertes, so genanntes Enhanced Landfill Mining (ELFM) ökologisch und ökonomisch durchgeführt werden kann.

Im vorliegenden Leitfaden werden die objektiven Aspekte des ELFM, nämlich die rechtlichen, technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekte beschrieben. Die vorliegende Studie ist aufgrund der interdisziplinären Zusammenarbeit von Mitarbeitern aus Unternehmen, Forschungsinstituten und Verwaltung sowohl Leitfaden, Lehrbuch und Forschungsbericht (wenn auch im geringeren Umfang) zugleich.

Der Leitfaden kann unter ifeu.de heruntergeladen werden.

Quelle: IFEU